ÖÄK zu Rechnungshofbericht: ÖÄK für moderne und attraktive Kassenverträge

Wien (OTS) – Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) äußert sich zum
heute,
Mittwoch, durch Medienberichte publik gewordenen Rechnungshofbericht
bezüglich eines ÖGK-Gesamtvertrages. Der Vorwurf, dass die neun
Landesärztekammern, einen ÖGK-Gesamtvertrag verhindern würden, ist
absolut unzutreffend, da bereits 2020 ein umfassender einheitlicher
Leistungskatalog erarbeitet wurde.

„Wir haben der Österreichischen Gesundheitskasse bereits in deren
Gründungsjahr 2020 diesen umfassenden, modernen Leistungskatalog
vorgelegt. Dieser wurde von über 200 Ärztinnen und Ärzten aus allen
Landesärztekammern und Fachrichtungen entwickelt und beinhaltet alle
zeitgemäßen medizinischen Leistungen, die in Ordinationen erbracht
werden können. Seither ist allerdings seitens der ÖGK damit nichts
passiert“, kommentiert ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart. „Die
Vorwürfe im Rechnungshofbericht sind daher nicht nachvollziehbar.“

Dieser Leistungskatalog ist seither auch mehreren
Gesundheitsministerinnen und -ministern und im Mai 2021 auch im
Rahmen einer Pressekonferenz der breiten Öffentlichkeit präsentiert
worden. Im Juli 2021 gab es auch eine Präsentation direkt bei den
Spitzen der ÖGK. „Unser Ziel ist klar erkennbar: Wir wollen moderne,
flexible, zeitgemäße Kassenverträge, insbesondere für die jungen
Ärztinnen und Ärzte. Dieses Ziel verfolgen wir gemeinsam und
lösungsorientiert“, unterstreicht auch ÖÄK-Vizepräsident Harald
Schlögel, der auch Präsident der Ärztekammer für Niederösterreich
ist.

Den Landesärztekammern vorzuwerfen, nicht an einem Strang zu
ziehen, sei daher völlig unverständlich, so Steinhart: „Unser
einheitlicher Leistungskatalog wurde einstimmig beschlossen. Hingegen
blockiert die ÖGK unsere Landesärztekammern seit Monaten in ihrem
Bestreben, die Kassenverträge weiterzuentwickeln. Aufgrund ihrer
internen Probleme ist die ÖGK wohl so mit sich selbst beschäftigt,
dass sie ihren eigentlichen Aufgaben nicht nachkommen kann.“

Leistungssteigerung erkannt
Erfreulich sei dagegen, dass der Rechnungshof in seinem Bericht aber
auch die massiven Leistungssteigerungen im niedergelassenen Bereich
erkannt und erwähnt habe. „Eine Leistungssteigerung, die unsere
Ärztinnen und Ärzte trotz gleichbleibender Anzahl an Kassenstellen
vollbracht haben. Und das vor dem Hintergrund einer älter werdenden,
wachsenden Bevölkerung und Patienten, die öfter zum Arzt gehen als
früher“, erklärt Steinhart.