Wien (OTS) – Mit deutlichen Worten weist der ÖAAB Wien die jüngsten
Angriffe von
NEOS-Klubobmann Yannick Shetty auf die Lehrergewerkschaft zurück.
Shetty hatte der Gewerkschaft pauschal „Blockadehaltung“ und
Reformverweigerung vorgeworfen. Für den ÖAAB Wien ist klar: „Wer
engagierte Interessenvertretung als Blockade diffamiert, verkennt
bewusst die Realität an unseren Schulen“, stellt Landesobmann LAbg.
GR Hannes Taborsky klar.
„Die Lehrergewerkschaft spricht täglich mit Pädagoginnen und
Pädagogen, kennt die Herausforderungen im Klassenzimmer und fordert
zu Recht, dass Modernisierung durchdacht, praktikabel und mit
ausreichenden Ressourcen hinterlegt sein muss. Eine seriöse
Diskussion über die Weiterentwicklung der Lehrpläne braucht Qualität
statt Schlagworte und Dialog statt Pauschalverurteilungen“, so
Taborsky.
„Die Lehrerinnen und Lehrer in Wien brauchen keine
Marketingkampagnen, sondern endlich spürbare Entlastung im
Klassenzimmer. Mehr Ressourcen, zusätzliches Unterstützungspersonal
und ein konsequenter Abbau bürokratischer Hürden – das sind die
zentralen Baustellen. Vorschnelle Reformschüsse und ständig neue
Debatten sorgen hingegen für Verunsicherung und nehmen den
Schulpartnern die notwendige Stabilität“, betont der stellvertretende
Vorsitzende der Lehrergewerkschaft, Thomas Krebs.
Zwtl.: Arbeiten statt Nebelgranaten
Die aktuelle Debatte über sechs Volksschuljahre oder
Verschiebungen im Lateinunterricht sind bloße Nebelgranaten. „Während
an den Schulen Personal fehlt und die Herausforderungen durch
Integration, Sprachförderung und Verhaltensauffälligkeiten steigen,
verlieren sich die NEOS in ideologischen Nebenkriegsschauplätzen. Das
sind Nebelgranaten – keine Lösungen“, betont Taborsky.
Entscheidend sei, dass Lehrkräfte mehr Zeit für ihre pädagogische
Kernaufgabe haben. „Unsere Lehrerinnen und Lehrer wollen unterrichten
– und nicht ständig neue Konzepte administrieren. Wer es ernst meint
mit Reformen, muss für ausreichende Ressourcen, klare Strukturen und
echte Unterstützung sorgen.“
Zwtl.: Schulen brauchen Stabilität und Planbarkeit
Taborsky fordert eine sachliche Reformpartnerschaft ohne
parteipolitische Inszenierung: „Bildungspolitik darf kein
Experimentierfeld für PR-Strategien sein. Es geht um die Zukunft
unserer Kinder. Dafür braucht es Stabilität, Verlässlichkeit und eine
Politik, die den Schulstandort stärkt – nicht Schlagzeilen
produziert.“
Abschließend richtet Taborsky einen klaren Appell an die Wiener
Bildungspolitik: „Arbeiten wir gemeinsam daran, die Rahmenbedingungen
für unsere Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern. Weniger Show, mehr
Substanz – das ist jetzt gefragt.“