Novak: Wiens Stärke ist der Ganzjahrestourismus

Wien (OTS) – Die Diskussion über die Auswirkungen zunehmender
Hitzewellen auf den
Städtetourismus greift aus Sicht der Stadt Wien zu kurz. Wien
beobachtet die klimatischen Veränderungen genau und unterstützt
Maßnahmen zur Anpassung von Infrastruktur und Tourismusangeboten.
Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zahlen, dass die Bundeshauptstadt
weiterhin zu den erfolgreichsten und gefragtesten Metropolen Europas
zählt. Das Rekordjahr 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, welche
wirtschaftliche Bedeutung die Visitor Economy für den Standort hat:
Mit über 20 Millionen Nächtigungen und einem Netto-Nächtigungsumsatz
von rund 1,5 Milliarden Euro erreichte Wien die besten Werte seiner
Geschichte. Diese Entwicklung setzt sich fort: Seit Jahresbeginn
zählte Wien über 11 Millionen Nächtigungen, ein Plus von fünf Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Finanzen,
Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales betont die zentrale
Rolle des Tourismus für den Standort Wien:

„Der Tourismus ist ein bedeutender Wertschöpfungs- und
Beschäftigungsmotor für ganz Österreich. Die Rekordwerte des Jahres
2025 zeigen, dass Wien international gefragt ist und sich
Investitionen in Qualität, Infrastruktur und Angebot auszahlen. Wer
den Wiener Tourismus bewerten will, sollte nicht auf einzelne Monate,
sondern auf das Gesamtbild blicken. Wien ist eine
Ganzjahresdestination mit einer breit aufgestellten Visitor Economy.
Ausschlaggebend sind die Entwicklung über das Jahr hinweg und die
daraus entstehende Wertschöpfung für den Standort. Auf die
Bundeshauptstadt entfallen rund 12 Prozent aller Nächtigungen
Österreichs, gleichzeitig beträgt die touristische Wertschöpfung rund
5,3 Milliarden Euro, die durch Wien in ganz Österreich wirksam
werden, davon 4,6 Milliarden Euro in Wien selbst und 114.800
Arbeitsplätzen werden gesichert.“

Die Visitor Economy Strategie des WienTourismus unter dem Titel
„Optimum Tourism“ setzt bewusst auf qualitätsvolles Wachstum. Ziel
ist nicht möglichst viel Tourismus um jeden Preis, sondern ein
Tourismus, der wirtschaftlichen Nutzen schafft, die Lebensqualität in
der Stadt stärkt und die Interessen von Bewohner*innen und Gästen
gleichermaßen berücksichtigt. Zwei Drittel der Wien-Gäste sollen dem
Idealbild des „Wunschgastes“ entsprechen: Als Freizeitgast fragt er
Kunst und Kultur nach, als Geschäftsreisender besucht er insbesondere
Kongresse oder Firmentagungen, als Luxusgast konsumiert er im High-
End-Bereich. Der Wunschgast bringt viel Kaufkraft mit, gibt sein Geld
für lokale Angebote aus, reist individuell statt in der Gruppe und
integriert sich durch sein Verhalten in die Stadt. Gleichzeitig
bleibt die hohe Zustimmung der Wiener Bevölkerung zum Tourismus ein
zentraler Erfolgsfaktor. Neun von zehn Wiener*innen bewerten den
Tourismus positiv, ebenso würden neun von zehn Gästen Wien
weiterempfehlen.

Norbert Kettner , Geschäftsführer des WienTourismus:

„Wiens Erfolg beruht auf einer klaren Strategie: Wir setzen auf
Qualität statt Quantität. Mit ,Optimum Tourism‘ verfolgen wir einen
Weg des guten Wachstums, der wirtschaftlichen Erfolg, hohe
Gästezufriedenheit und die Lebensqualität der Wiener Bevölkerung
miteinander verbindet. Damit gilt die Wiener Visitor Economy
Strategie heute international als Vorzeigemodell. Die Balance
zwischen Erlebnisqualität für Gäste und Lebensqualität für die
Menschen in der Stadt derart konsequent ins Zentrum der
Tourismusentwicklung zu stellen, ist noch keineswegs
selbstverständlich. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass
dieser Ansatz funktioniert und Wien international hervorragend
positioniert.“

Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung des touristischen
Angebots unterstreicht das Vertrauen in den Standort. Seit 2019 ist
das Bettenangebot in Wien um rund ein Viertel gewachsen. 2025
verfügte Wien über rund 42.400 Zimmer und 84.600 Betten in 450
Beherbergungsbetrieben.

Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“:
https://b2b.wien.info/de/strategie-marke/visitor-economy-strategie