Wien (OTS) – In den vergangenen Tagen ist deutlich geworden, wie groß
die
Diskrepanz zwischen den Unternehmer:innen und der Innensicht der ÖVP-
Wirtschaftsbundfunktionär:innen – ihrer verpflichtenden
Interessenvertretung – in der Wirtschaftskammer ist.
Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft:
„Der Zorn der Unternehmer:innen über den aufgeblähten, teuren Apparat
der Wirtschaftskammer ist nun offen zutage getreten. Die Situation
ist jedoch keineswegs neu, sondern hat sich über die vergangenen
Jahre kontinuierlich zugespitzt. Insbesondere Ein-Personen-
Unternehmer:innen, die rund 60 Prozent der Kammermitglieder
ausmachen, fühlen sich nicht vertreten.“
Einen wesentlichen Grund für den aktuellen Skandal, der
schließlich im soeben offiziell verkündeten Rücktritt Harald Mahrers
als Präsident gipfelte, sieht Jungwirth darin, dass der ÖVP-
Wirtschaftsbund dringend notwendige Reformen über Jahre hinweg
abgeblockt und verweigert hat.
„Der aktuelle WKO-Skandal zeigt nicht nur fehlendes Feingefühl,
sondern viel mehr eine jahrelange Vernachlässigung zentraler Themen –
etwa der mangelnden sozialen Absicherung von Unternehmer:innen oder
dem Zickzack-Kurs beim Klimaschutz, der jede Planbarkeit für
Unternehmen und einer echten Reform der Wirtschaftskammer
verunmöglicht hat“ , so Jungwirth weiter.
Rücktritt stellt Weichen für Reformen
„Mit dem Rücktritt Harald Mahrers als Präsident der WKO ist der
Skandal nicht bereinigt. Er macht aber den Weg frei für eine
umfassende struturelle und inhaltliche Reform der Wirtschaftskammer,
um das Vertrauen der Unternehmer:innen zurückzugewinnen“ ,
kommentiert Jungwirth als Perspektive der Wirtschaftskammer Post-
Mahrer.
Die Grüne Wirtschaft fordert seit Jahren Strukturreformen auf
allen Ebenen:
– Reform des Sozialsystems zur besseren Absicherung von EPU
– Reform des Steuersystems zur Dekarbonisierung der Wirtschaft
– Verschlankung und Neuordnung der Finanzierung der Wirtschaftskammer
Den Einsatz der Grünen Wirtschaft für mehr Transparenz innerhalb
der Wirtschaftskammer über die vergangenen Jahre finden Interessierte
hier:
https://wk-glasklar.gruenewirtschaft.at/