Neues Grabungsgebäude für Forschungsstandort Carnuntum

St. Pölten (OTS) – Die Römerstadt Carnuntum ist einer der zentralen
Forschungsstandorte
für die Archäologie der römischen Antike und zugleich eines der
bedeutendsten kulturellen Ausflugsziele Niederösterreichs. Um die
wissenschaftliche Arbeit der Landessammlungen Niederösterreich vor
Ort abzusichern und zeitgemäße Rahmenbedingungen zu schaffen, wurde
das bisherige Grabungsgebäude durch einen modernen Neubau ersetzt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum neuen Grabungsgebäude:
„In Carnuntum wird Archäologie für ein breites Publikum sichtbar und
begreifbar. Mit dem neuen Grabungsgebäude stellen wir sicher, dass
unsere Archäologinnen und Archäologen unter bestmöglichen Bedingungen
arbeiten können. So haben wir eine moderne Infrastruktur für
archäologische Forschung in Niederösterreich von internationaler
Bedeutung geschaffen.“

Das bisherige Holzgebäude, das über Jahrzehnte als
Grabungsbaracke genutzt worden war, entsprach aufgrund massiver
altersbedingter Abnutzungs- und Feuchtigkeitsschäden nicht mehr den
Anforderungen zeitgemäßer Forschung. Das Land Niederösterreich
investierte daher rund 690.000 Euro in den Abbruch der alten Struktur
und die Errichtung eines neuen, funktional optimierten
Grabungsgebäudes.

Mit der Umsetzung wurde die Abteilung Gebäude- und
Liegenschaftsmanagement des Landes Niederösterreich betraut, die auch
die bauliche Projektleitung übernahm. Die Projektsteuerung lag bei
der Abteilung Landeshochbau.

Der Neubau vereint nun sämtliche wesentlichen räumlichen und
technischen Voraussetzungen unter einem Dach: Büroräume, Flächen zur
Fundbearbeitung und Erstinventarisierung, Aufenthaltsräume sowie
Lagerflächen für Grabungs- und Vermessungsequipment. Damit werden
effiziente Arbeitsabläufe ebenso ermöglicht wie eine qualitativ
hochwertige archäologische Forschung im römischen Stadtgebiet von
Carnuntum.