St. Pölten (OTS) – In ihrem neuen Buch „Historische
Eggenburg-Ansichten von Barock bis
Fin de Siècle: Neue Forschungen und Erkenntnisse“ widmen sich Gerhard
Dafert und Ralph Andraschek-Holzer der visuellen Überlieferung
Eggenburgs zwischen dem 17. Jahrhundert und der Zeit um 1900. Über
dreißig Ansichten – bekannte ebenso wie bislang kaum beachtete –
werden erstmals geschlossen analysiert und in einen
stadtgeschichtlichen Entwicklungsrahmen eingeordnet.
„Uns ging es darum, Eggenburgs Stadtbild nicht als statische
Größe zu betrachten, sondern als Ergebnis eines vielschichtigen
Wandels, der sich in Bildern besonders eindrucksvoll widerspiegelt“,
erklärt Autor Gerhard Dafert.
Ralph Andraschek-Holzer ergänzt: „Topografische Ansichten sind
keine bloßen Illustrationen, sondern ernst zu nehmende historische
Quellen, deren Aussagekraft sich oft erst bei genauer Analyse zeigt.“
Im Mittelpunkt des Buches steht das Nachvollziehen von
Veränderungen im Stadtbild, von Befestigungsanlagen über Sakralbauten
bis hin zu repräsentativen Bürgerhäusern. Detailreiche Bildanalysen
lassen viele historische Bauten in neuem Licht erscheinen und zeigen
zugleich die Grenzen und Möglichkeiten bildlicher Quellen auf. Ein
besonderer Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung
mit dem Quellenwert der Ansichten, wobei auch Raum für begründete
Spekulation bleibt, wenn schriftliche Belege fehlen.
Ein Highlight der Publikation ist die wohl älteste bekannte
Fotografie eines Eggenburg-Motivs: ein um 1855 entstandenes Lichtbild
des „Gemalten Hauses“ vom Wiener Foto-Pionier Andreas Groll.
Das Buch ist über das NÖ Institut für Landeskunde zum Preis von
18 Euro erhältlich:
www.noe.gv.at/noe/InstitutLandeskunde/Publikationen_InstitutFuer-
Landeskunde.html