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Neuer INVED-Report: Prorussische Narrative im österreichischen Informationsraum massiv verbreitet

Wien (OTS) – Neben einer Analyse von mehr als 2.500
Social-Media-Kommentaren
betrachtet der Report auch Inhalte, die durch die Algorithmen der
Plattformen proaktiv ausgespielt wurden, sowie die Erfahrungen der
ukrainischen Community in Österreich. Darüber hinaus untersucht er
Mechanismen, historische Rahmenbedingungen und Kanäle russischer
Propaganda über Social Media hinaus.

Bei den untersuchten Social-Media-Postings waren im Durchschnitt
rund 75 Prozent der Reaktionen entweder offen prorussisch oder durch
Hassrede, Whataboutism und Relativierung geprägt. Die Analyse
beschränkte sich dabei auf Reaktionen zu ausgewählten Themen.
Untersucht wurden Social-Media-Beiträge von Politikerinnen und
Politikern sowie Medien zum ukrainischen Nationalfeiertag und zum
Thema russische hybride Kriegsführung.
INVED dokumentierte darüber hinaus mehrere Fälle, in denen Nutzern in
Österreich Inhalte der russischen Propaganda proaktiv durch Social-
Media-Algorithmen angezeigt wurden, obwohl sie den betreffenden
Accounts nicht folgten.

Ein weiteres Kapitel behandelt die Erfahrungen der ukrainischen
Community in Österreich. Mehr als drei Viertel der Befragten waren
mit faktenfernen Narrativen der Täter-Opfer-Umkehr, Relativierung und
Rechtfertigung konfrontiert.

Abgerundet wird der Report durch Kommentare von in Österreich
ansässigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und
Journalismus. Der Report ist auf der INVED-Website (siehe Link im
Kontaktfeld) als PDF abrufbar.