St. Pölten (OTS) – Über eine neue Forschungskooperation zwischen der
Universität für
Bodenkultur Wien und dem Unternehmen Bionorica am IFA Tulln im
Bereich der Heilpflanzenforschung informierte heute, Freitag, LH-
Stellvertreter Stephan Pernkopf gemeinsam mit Eva Schulev-Steindl,
Rektorin der Universität für Bodenkultur Wien, Michael Popp, CEO
Bionorica SE, und Bürgermeister Peter Eisenschenk im Zuge einer
Pressekonferenz. „Gemeinsam mit Bionorica und der Universität für
Bodenkultur setzen wir heute den Startpunkt für ein neues Institut im
Bereich der Phytopharmazie, also der Heilpflanzenforschung“, so LH-
Stv. Stephan Pernkopf.
Am IFA Tulln soll es dazu drei Stiftungsprofessuren geben, „eine
davon wird zur Gänze vom Land Niederösterreich finanziert, die beiden
anderen von der BOKU und der Firma Bionorica“, sagte Pernkopf. Am
Standort Tulln werde Forschung und Entwicklung vereint: „Hier
herrscht ein großes Potenzial für Gesundheit und Wirtschaft, denn die
Erkenntnisse modernster Wissenschaft werden mit uraltem Wissen
verbunden“, erklärte der LH-Stellvertreter. „Das ist ein bedeutender
Schritt für den Wissenschaftsstandort Niederösterreich.“ Das Institut
solle neues Potenzial erschließen, so Pernkopf: „Und so bestmöglich
Arbeitsplätze schaffen, die Heilungschancen verbessern und das Leben
vieler Menschen leichter machen. Das ist Wissenschaft und Forschung,
die wirkt.“
In Niederösterreich wisse man die Zusammenarbeit mit den
Universitäten sehr zu schätzen, betonte Pernkopf und zur aktuellen
Diskussion um die Budgets für die Universitäten sagte er: „Bei den
Universitäten zu kürzen, ist mit Sicherheit der falsche Weg, denn
hier entsteht Zukunft, hier brauchen wir Knowhow und hier wird
Wohlstand von morgen entstehen. Deshalb hoffe ich auf eine Einigung
zwischen der Bundesministerin und dem Finanzminister, dass sich auch
weiterhin Chancen für junge Menschen ergeben.“
Eva Schulev-Steindl, Rektorin der Universität für Bodenkultur
Wien, sagte, es sei ein besonderer Tag für die BOKU: „Der Standort
Tulln wird mit Hilfe eines Pionierunternehmers und mit Hilfe der
Politik gestärkt. Seit vielen Jahren sind wir erfolgreich hier am
Standort tätig, die neuen Stiftungsprofessuren sind eine großartige
Bereicherung unseres Portfolios.“ Als Life-Science-Uni sei es von
Bedeutung, „dass wir unsere Arbeit in den Dienst der Menschen
stellen. Hier entsteht ein neuer Ort mit konkretem gesellschaftlichen
Nutzen“, so die Rektorin und: „Die erste Stiftungsprofessur wird im
Herbst ausgeschrieben.“
Michael Popp, CEO Bionorica SE, betonte: „Wir betreiben seit 40
Jahren Forschung hier in Österreich und haben hier dafür die beste
Universität in Europa gefunden – das beste Umfeld, für das, was wir
vorhaben.“ In der Natur stecke viel Potenzial, so Popp: „Die
Pharmakognosie, die Auseinandersetzung mit pflanzlichen
Arzneimitteln, gibt es so nur in Österreich.“ Die Firma Bionorica
stelle echte Arzneimittel her: „Wir haben Zulassungen, Studien,
klinische Evidenz, mit dem ersten Lehrstuhl für Pharmakognosie wollen
wir herausfinden, wie wir wirken.“
Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk freute sich: „Der heutige
Tag ist für die Stadtgemeinde Tulln ein großer Erfolg, denn es
entspricht unseren Leitlinien, den Unistandort Tulln ständig
auszubauen. Ich bin überzeugt, dass sich diese Entwicklung hier am
Standort noch lange fortsetzen wird.“ Die BOKU habe ein klares
Bekenntnis für den Standort Tulln abgegeben: „Das neue Institut für
Pharmakognosie ist für unsere Stadt ganz wesentlich: Eine nachhaltige
Stärkung des Wirtschaftsstandorts Tulln und es werden hochwertige
Arbeitsplätze geschaffen.“
Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, Pressesprecher DI
Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, Mobil 0676/81215283, E-Mail
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