Wien (OTS) – „Mit dem zehnten Netzneutralitätsbericht, den wir soeben
veröffentlicht haben, blicken wir als zuständige Stelle nicht nur auf
das vergangene Berichtsjahr zurück, sondern auf das Ergebnis eines
ganzen Jahrzehnts regulatorischer Begleitung der europäischen
Netzneutralitätsregelungen“, gibt Klaus M. Steinmaurer,
Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und
Post, die Veröffentlichung des Berichts bekannt. „Standen in den
ersten Jahren vor allem Fragen der Transparenz oder kommerzieller
Praktiken wie Zero-Rating im Vordergrund, beschäftigen uns, die
Marktteilnehmer und politische Entscheidungsträger heute zunehmend
Themen wie Qualitätsdifferenzierung, virtuelle Netzarchitekturen und
neue digitale Dienste,“ informiert Steinmaurer. Auch 5G-Network-
Slicing ist ein Schwerpunkt des diesjährigen Berichts. Die
Möglichkeit, Netzressourcen gezielt für unterschiedliche Anwendungen
bereitzustellen, eröffnet neue Chancen für innovative Dienste und
Geschäftsmodelle. „Gleichzeitig müssen wir uns die Frage stellen, wie
solche Entwicklungen mit den Grundprinzipien eines offenen Internets
vereinbar sind. Die Sicherstellung von Innovation und Offenheit ist
und wird daher auch weiterhin eine zentrale Aufgabe der Regulierung
bleiben,“ zeigt sich Steinmaurer sicher.
Weiters zeigen die im aktuellen Bericht festgehaltenen
Entwicklungen des vergangenen Jahres, dass die Verfügbarkeit
hochwertiger Internetzugangsdienste in Österreich weiter zunimmt.
Leistungsfähige Kommunikationsnetze bilden die Grundlage für
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und
digitale Innovation. „Ein offenes Internet ist daher weit mehr als
nur eine technische oder regulatorische Frage, es ist ein Maß für
Standortattraktivität sowohl aus wirtschaftspolitischer als auch aus
demokratiepolitischer Sicht“, sagt Steinmaurer und ergänzt: „Die RTR
wird sich weiterhin national wie international dafür einsetzen, dass
neben Innovation und Wettbewerb auch der Netzneutralität
entsprechender Raum gegeben wird.“
Der Netzneutralitätsbericht 2026 ist auf der Website der RTR
unter https://www.rtr.at/nnbericht2026 veröffentlicht.
Über die RTR
Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100
Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung
des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt
sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz
definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und
ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M.
Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als
Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (
KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-
Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at
veröffentlicht.