Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Tags der Familie warnt
die
Familiensprecherin der Grünen, Barbara Neßler, vor den massiven
Kürzungen für Familien durch die aktuellen Budgetpläne der
Bundesregierung. Viele Familien stehen bereits vor großen
Herausforderungen: Wohnen, Energie und Lebensmittel werden immer
teurer, gleichzeitig holen die Bundesländer die Gelder für den Ausbau
der Kinderbetreuung nicht ab.
„Familien brauchen jetzt Entlastung und Sicherheit, stattdessen
macht diese Bundesregierung das Leben vieler Eltern noch härter.
Gerade in Zeiten der Teuerung muss es für Familien fairer statt
schwerer werden“, betont Neßler.
Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Familien mit
mehreren Kindern. Durch die Aussetzung der Valorisierung der
Familienbeihilfe, Kürzungen beim Kinderabsetzbetrag, beim
Schulstartgeld sowie beim Klimabonus verlieren Familien Jahr für Jahr
spürbar an Kaufkraft. Dazu kommen höhere Belastungen etwa durch die
Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei niedrigeren
Einkommen.
Eine Alleinerzieherin mit zwei Kindern verliert dadurch laut
Berechnungen der Grünen jährlich rund 1.515 Euro. Die Kürzungen beim
Familienbonus sind hier noch nicht eingerechnet. „Für viele Familien
bedeuten 1.515 Euro weniger am Konto nicht irgendeine abstrakte Zahl.
Diese Zahl entscheidet darüber, ob sich der Wocheneinkauf noch
ausgeht, ob Kinder neue Schuhe bekommen oder ein Schulausflug möglich
ist“, so Neßler.
Wie angespannt die Situation vieler Familien bereits ist, zeigt
auch die Kinderkostenstudie 2021: Bei zwei Kindern muss eine
Alleinerzieherin durchschnittlich mit Kosten von rund 1.600 Euro pro
Monat rechnen. Aufgrund der anhaltenden Teuerung dürften diese Kosten
mittlerweile deutlich höher liegen.
Die Grünen fordern daher eine Politik, die Familien stärkt, statt
sie zusätzlich unter Druck zu setzen. „Wir haben einen massiven
Geburtenrückgang. Statt verhöhnender Tipps der Familienministerin
brauchen Familie echte Anreize in Form von finanzieller Entlastung
und flächendeckender Kinderbetreuung“, hält Neßler fest.
Abschließend fordert Neßler einen klaren Kurswechsel: „Zum Tag
der Familie braucht es ein klares Signal: Familien müssen im
Mittelpunkt stehen. Sie brauchen faire Unterstützung, verlässliche
Leistungen und eine Politik, die ihnen das Leben leichter macht –
nicht schwerer.“