Wien (OTS) – „Der Gemeindebundpräsident Pressl und der steirische
Bildungslandesrat Hermann beweisen im heutigen Ö1-Morgenjournal
einmal mehr: ÖVP und FPÖ bremsen beim Ausbau der Kinderbetreuung. Der
Kinderbetreuungsmonitor hat klar aufgezeigt, dass die Politik handeln
muss. Stattdessen hören wir die altbekannten Ausreden – obwohl die
Probleme längst bekannt sind: viele Betreuungsplätze sind nicht
vollzeit-tauglich, im Sommer fehlen verlässliche Angebote, zwischen
Stadt und Land klaffen große Unterschiede. Von echter Wahlfreiheit
mit flächendeckenden und ganztägigen Angeboten sind wir weit
entfernt“, sagt Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen, und
fordert: „Die Bundesregierung muss endlich in die Gänge kommen.
Stattdessen wird die unsägliche Teilzeitdebatte weitergeführt – auf
dem Rücken der Frauen. Denn viele arbeiten in Teilzeit, weil die
Kinderbetreuung fehlt – und nicht aufgrund persönlicher
Lebensentwürfe, wie Pressl behauptet.“
„Gerade im ländlichen Raum braucht es endlich Tempo – trotz der
Milliardeninvestitionen der vergangenen Jahre unter
Regierungsbeteiligung der Grünen bremsen Länder und Gemeinden. In der
Steiermark behauptet Bildungslandesrat Hermann, dass die Gruppen
verkleinert werden mussten und generell die Nachfrage an
Kinderbetreuungsplätzen fehlen würde. Das ist aber nur eine schlechte
Ausrede. Wenn Länder und Gemeinden nicht liefern, muss der Bund
Verantwortung übernehmen: Kinderbetreuung in Bundeskompetenz bringen
– das zündet den Ausbauturbo, entlastet die Gemeinden und schafft
einheitliche Mindeststandards“, sagt Neßler.
„Klar ist: Wir sind erst dann am Ziel, wenn jede Familie selbst
entscheiden kann, wie sie ihr Leben gestalten will – und dafür
braucht es eine kostenlose, flächendeckende Kinderbetreuung, die das
ganze Jahr und den ganzen Tag geöffnet hat“, so Neßler.