Wien/Kyjiw (OTS) – Vier Jahre nach dem Massaker von Butscha nimmt
NEOS-Abgeordnete
Henrike Brandstötter in ihrer Funktion als Vertretung des
österreichischen Parlamentspräsidenten und Leiterin der
Parlamentarischen Freundschaftsgruppe Österreich-Ukraine vor Ort
teil. „Butscha ist zu einem Symbol für Gräueltaten und
Unmenschlichkeit geworden. Die Bilder dieses Ortes haben sich
eingebrannt“, sagt Brandstötter.
Brandstötter betont, dass das Gedenken nicht nur der Erinnerung
diene, sondern auch ein klarer Auftrag für die Gegenwart sei: „Wir
dürfen diese Bilder nie vergessen. Und wir dürfen nicht zulassen,
dass das, was hier geschehen ist, in irgendeiner Form relativiert
oder verdrängt wird. Denn eines ist klar: Russlands Angriff auf die
Ukraine ist unprovoziert, völkerrechtswidrig — und von
Kriegsverbrechen begleitet.“
Gerade deshalb müsse es Konsequenzen geben. „Die Verantwortlichen
für diese Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden — in
Butscha und überall dort, wo solche Taten begangen wurden“, so
Brandstötter. Zugleich verweist sie darauf, dass der Krieg weiterhin
andauere: „Wir sprechen leider nicht nur über die Vergangenheit.
Menschen verlieren weiterhin ihr Leben, zivile Infrastruktur wird
weiter angegriffen.“
Das heutige Treffen in Butscha sei daher „mehr als ein Gedenken“,
sagt Brandstötter: „Es ist ein klares Zeichen, dass wir an der Seite
der Ukraine stehen — an der Seite der Opfer und ihrer Familien.“ Die
Ukraine verteidige „nicht nur ihr eigenes Land, sondern auch die
Werte, auf denen Europa beruht“. Österreich werde die Unterstützung
für die Ukraine daher fortsetzen. Brandstötter schließt: Dazu gehört
auch, den Wiederaufbau tatkräftig zu unterstützen — und
internationale Mechanismen zu stärken, die Kriegsverbrechen
untersuchen und verfolgen.“