Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser
darüber, dass
mit den jüngsten Vorstößen von ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle und
ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec neue Bewegung in die Debatte
über das Pensionsantrittsalter gekommen ist: „Wir begrüßen, dass nun
auch gewichtige Personen aus der ÖVP eine offene Debatte über eine
Weiterentwicklung des Pensionsantrittsalters einfordern. Angesichts
der demografischen Entwicklung darf diese Frage kein politisches Tabu
sein, das betonen wir NEOS bereits seit Langem. Und alle Fachleute
geben uns recht – weil die Zeit drängt“, sagt Gasser.
Bereits jetzt fließt mehr als jeder vierte Euro aus dem Budget in
die Pensionen, sagt Gasser. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird
es fast jeder dritte sein. „Es liegt auf der Hand, dass das nicht so
weitergehen kann. Gerade bei Pensionen brauchen die arbeitenden
Menschen Klarheit und Planbarkeit. Deshalb müssen wir die notwendigen
Reformen jetzt diskutieren und in die Wege leiten – und nicht erst in
10 oder 20 Jahren.“
Deutschland habe gezeigt, wie man mit dem Thema
verantwortungsvoll umgeht. Dort orientiert man sich beim
Pensionsantrittsalter künftig stärker an der steigenden
Lebenserwartung. Gasser: „Auch Österreich muss sich dieser Realität
stellen. Wir beginnen heute später zu arbeiten, wir leben länger –
und beziehen damit auch länger Pension. Es muss jedem einleuchten,
dass man dann auch länger einzahlen muss, gerade jene, die nur wenige
Jahre ins System einbezahlt haben. Deshalb müssen wir ehrlich darüber
sprechen, wie unser Pensionssystem finanzierbar, fair und verlässlich
wird.“