Wien (OTS) – Reform bringt Altersgrenze ab 14 ohne Klarnamenpflicht
und neues
Pflichtfach „Medien und Demokratie“
Als „wichtigen Schritt für die psychische Gesundheit unserer
Jugendlichen und die Zukunft unserer Schulen“ bezeichnet Klubobfrau
Selma Arapović die heute von Bildungsminister Christoph Wiederkehr
präsentierte Einigung zur Social-Media-Altersgrenze und der
begleitenden Lehrplanreform. Wesentlich dabei ist, dass der
Jugendschutz ohne Klarnamenpflicht umgesetzt und gleichzeitig
digitale Bildung massiv aufgewertet wird.
„Es gibt eine sinnvolle Altersgrenze ab 14 Jahren, um Kinder vor
Suchtmechanismen und psychischer Belastung zu schützen. Dadurch geben
wir Jugendlichen den Raum, den sie brauchen, um ohne den Druck der
Social-Media-Algorithmen aufzuwachsen“, begrüßt Arapović die
Einigung.
Parallel zur Altersgrenze wird der Lehrplan der AHS-Oberstufe ab
2027/28 reformiert. NEOS Wien Bildungssprecherin Dolores Bakos sieht
darin eine Antwort auf die brennenden Fragen der Zeit.
„Ein Verbot allein reicht nicht – wir müssen Kinder fit für die
digitale Welt machen. Mit dem neuen Fach ‚Medien und Demokratie‘ und
der KI-Erweiterung in Informatik holen wir die Schule ins 21.
Jahrhundert“, so Bakos. „Besonders wichtig ist uns die
Schulautonomie, den Schulen bleibt viel Gestaltungsspielraum. Wir
schaffen den nötigen Platz für KI und Demokratiebildung, ohne die
Gesamtstundenzahl zu erhöhen. Unser Ziel ist klar: Schulen sollen
besser fördern, gerechtere Chancen schaffen, Kinder bestmöglich auf
ihr Leben vorbereiten und ein Ort sein, an dem Kinder gerne lernen
und die Lehrkräfte gerne arbeiten. Genau das setzen wir jetzt Schritt
für Schritt um.“