NEOS: Der Rücktritt Mahrers löst die Probleme der Kammer und der heimischen Betriebe nicht

Wien (OTS) – Die Causa Wirtschaftskammer ist für NEOS mit dem
Rücktritt von Harald
Mahrer nicht erledigt. „Der Rücktritt muss jetzt für einen kompletten
Neubeginn und für tiefgreifende Reformen genutzt werden. Jeder in
Österreich hat jetzt gesehen, dass die Wirtschaftskammer, die von
allen anderen Sparsamkeit und Lohnzurückhaltung einmahnt, selbst das
Geld weiterhin mit beiden Händen ausgibt, koste es, was es wolle“,
sagt Generalsekretär Douglas Hoyos. „Der Rücktritt von Harald Mahrer
ändert nichts daran, er ändert nichts an den Strukturen, er ändert
auch nichts daran, dass die Wirtschaftskammer ihren eigenen
Funktionärinnen und Funktionären überdurchschnittlich hohe
Entschädigungen auf Kosten der heimischen Unternehmerinnen und
Unternehmer gegönnt hat. Diese Erhöhungen müssen in einem ersten
Schritt umgehend zurückgenommen werden – und zwar in allen Kammern,
nicht nur in der WKNÖ.“

Und dann müsse sich die Wirtschaftskammer von Grund auf erneuern
und reformieren, so Hoyos. „Angesichts der äußert schwierigen Lage,
vor der unsere heimischen Betriebe stehen, muss die Kammer ihre
überdimensionierten Rücklagen auflösen und damit den Unternehmerinnen
und Unternehmern unter die Arme greifen. Sie muss die Kammerumlage 2
abschaffen, um die Lohnnebenkosten zu senken und Österreich wieder
wettbewerbsfähig zu machen. Und sie muss sich unter der neuen Führung
wieder an die Seite der Unternehmerinnen und Unternehmer stellen –
und darf sich nicht länger auf deren Rücken bereichern. Die Kammer
muss jetzt zeigen, dass sie nicht nur aus den Fehlern gelernt hat,
sondern dass sie auch bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, bei
sich selbst zu sparen und Strukturen und Privilegien zu
hinterfragen.“