Brüssel/Wien (OTS) – „Wir dürfen nicht zulassen, dass es andere
Länder in der Hand haben,
wann bei uns das Licht ausgeht, weil sie etwa von heute auf morgen
unsere Solaranlagen einfach abdrehen können. Die jüngste
Vergangenheit hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass Europa
unabhängiger wird, endlich mehr auf die eigene Industrie setzt und
diese auch stärkt. Der nun notwendige Vorstoß der EU-Kommission,
europäische Unternehmen und damit auch österreichische
Traditionsbetriebe zu stärken, ist ausdrücklich zu begrüßen“, betont
NEOS-EU-Abgeordnete Anna Stürgkh in Bezug auf die am Mittwoch
präsentierten „Made in Europe“-Pläne der Kommission.
„Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen müssen wir als Europa
geschlossen auftreten und unsere eigenen Interessen in den
Vordergrund stellen. Denn wenn große Wirtschaftsmächte wie die USA
und China immer mehr auf das Gegeneinander setzen und den globalen
Handel gezielt als kriegerisches Mittel instrumentalisieren, dürfen
wir nicht tatenlos zusehen und uns auf andere Länder verlassen“,
führt Stürgkh weiter aus.
Umso wichtiger sei es nun, die Eigenständigkeit der EU in den
Fokus zu rücken und die europäische Industrie nachhaltig zu stärken,
Freihandelsabkommen mit neuen Partnern zu schließen und bestehende
Partnerschaften in Europa auszubauen und zu stärken. So könne man
auch in Zukunft den Export von österreichischen Qualitätsprodukten
sicherstellen, ergänzt NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Hofer.
Trotzdem dürfe man auch nicht auf Europas Partner in der Welt
vergessen. „Die Zusammenarbeit mit ihnen bietet auch weiterhin eine
große Chance für uns. Gemeinsam können wir Europas Industrie wieder
voranbringen“, führt Hofer mit Blick auf das Mercosur-Abkommen aus.