Wien (PK) – Das Thema Migration war neben den bilateralen Beziehungen
heute
zentrales Thema bei einem Gespräch von Nationalratspräsident Walter
Rosenkranz mit dem Vizepremierminister und Außenminister der
Tschechischen Republik Petr Macinka im Parlament. Rosenkranz betonte
eingangs die gute Nachbarschaft und die historische Verbundenheit
zwischen den beiden Ländern. So zähle Österreich nach Deutschland zu
den größten Investoren in der Tschechischen Republik. Er hob auch die
Bedeutung des Austauschs zwischen den Nachbarn in der Großregion, wie
im Rahmen des Austerlitz-Formats, hervor. Macinka, der im Grenzgebiet
zu Österreich aufgewachsen ist, bedankte sich für den Empfang im
Parlament.
Rosenkranz begrüßte, dass die Tschechische Republik eine ähnliche
Position zu Migration habe wie Österreich. Ein automatischer
Verteilungsschlüssel zur Aufteilung von Migrantinnen und Migranten
auf die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten könne nicht die Antwort sein,
stimmte er mit Macinka überein. Österreich sei seit 2015 mit einer
großen Migrationsbewegung konfrontiert. Es gelte daher, auf Lösungen
wie das Grenzmanagement an den EU-Außengrenzen zu pochen, forderte
Rosenkranz. Macinka wies auf die Gefahren für die innere Sicherheit
der Mitgliedsstaaten durch Migration hin. Der Nationalratspräsident
hob auch das Engagement der Tschechischen Republik für ukrainische
Vertriebene hervor.
Die tschechischsprachige Komenský-Schule in Wien sei ein
Vorzeigeprojekt zum Erhalt der Kultur und Sprache, sagte Rosenkranz.
Er schätze die Chance als gut ein, dass das Modell der Schule auch
auf die anderen autochthonen Minderheitensprachen ausgedehnt werden
könnte. (Schluss) pst
HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Webportal des
Parlaments .