Nachhaltige Hilfe für eine bessere Zukunft

Wien (OTS) – Zum Internationalen Tag des Kindes erinnert die
internationale
Kinderhilfsorganisation CONCORDIA daran, dass Kinderrechte nicht nur
ein Versprechen sein dürfen, sondern konkrete Unterstützung brauchen:
sichere Orte, verlässliche Beziehungen, Bildung, Schutz und starke
Familien. In Rumänien, der Republik Moldau, Bulgarien, im Kosovo und
in Österreich begleitet CONCORDIA Kinder und Jugendliche aus
besonders vulnerablen Verhältnissen langfristig, ganzheitlich und mit
messbarer Wirkung .

„Unsere Vision ist eine Zukunft, in der jedes Kind die Chance
hat, selbstbestimmt zu leben und sein Potenzial bestmöglich zu
entfalten“, sagt Cornelia Burtscher, CEO von CONCORDIA Sozialprojekte
. „Dafür braucht es frühe Unterstützung, stabile Beziehungen und
Programme, die Kinder und Familien nicht nur kurzfristig entlasten,
sondern nachhaltig stärken.“

Zwtl.: Wirkung, die sichtbar wird

Der neue CONCORDIA Wirkungsbericht 2025 zeigt: Im Jahr 2025
erreichte CONCORDIA insgesamt 21.371 Programmteilnehmer*innen . Davon
waren 11.423 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 24 Jahren . In
den Tageszentren wurden 174.714 Mahlzeiten und Snacks ausgegeben,
zusätzlich 90.868 warme Mahlzeiten in Gemeinden und Küchen. 121.613
Angebote der Nachmittagsbetreuung und Weiterbildung , 161.763
Freizeitaktivitäten , 50.226 Life-Skills-Sessions und 46.088
Beratungsgespräche zeigen, wie umfassend CONCORDIA Kinder und
Familien begleitet.

Nachhaltige Hilfe bedeutet dabei mehr als akute Unterstützung.
CONCORDIA verbindet Bildung, psychosoziale Begleitung,
Gesundheitsförderung, Elternarbeit, Kinderschutz und soziale
Integration. Besonders wirksam ist dieses Modell in den 20
Tageszentren in Ost- und Südosteuropa : Sie sind sichere Orte für
Kinder, stärken Familien und schaffen Zugänge zu Bildung und
Teilhabe.

Zwtl.: Fünf Kernindikatoren für mehr Wirksamkeit

Mit dem neuen Wirkungsmessungssystem MEAL – Monitoring,
Evaluation, Accountability and Learning macht CONCORDIA erstmals
systematisch sichtbar, welche Maßnahmen und Aktivitäten wirken und wo
Programme weiterentwickelt werden müssen. Das System basiert auf 65
Indikatoren und fünf zentralen Kernindikatoren:

Wohlbefinden stärken: In der Pilotphase berichteten 94 % von 633
befragten Kindern über gutes Wohlbefinden. CONCORDIA misst damit
Sicherheit, Stabilität, Zugehörigkeit und Zuversicht.

Bildungserfolge sichern: 98 % von 1.088 Kindern und Jugendlichen
in Bildungsprogrammen schlossen das Schuljahr oder eine Bildungsstufe
erfolgreich ab. Bildung bleibt der zentrale Schlüssel für
Zukunftschancen.

Selbstbestimmung ermöglichen: 69 % der befragten jungen
Erwachsenen , die nicht mehr in CONCORDIA-Betreuung stehen, sagen,
dass sie heute ein selbstbestimmtes Leben führen.

Kinderschutz gewährleisten: 100 % der gemeldeten
Kinderschutzfälle wurden untersucht. CONCORDIA setzt auf verbindliche
Standards, klare Meldewege, Prävention und kontinuierliche
Weiterentwicklung, auch im digitalen Raum.

Reichweite erhöhen: 21.371 Menschen wurden 2025 erreicht, davon
7.871 intensiv in Zentren begleitet und 13.500 durch niederschwellige
Angebote unterstützt.

Zwtl.: Elian: Wie aus Unterstützung Selbstvertrauen wächst

Was diese Zahlen bedeuten, zeigt die Geschichte von Elian aus
Prizren. Der 17-Jährige hat mittlerweile einen klaren Blick auf seine
Zukunft: In Prizren absolviert er am IT-Kompetenzzentrum seine
Ausbildung zum Informatiker. Neben Computern spielt auch Musik eine
wichtige Rolle in seinem Leben.

Im CONCORDIA Zentrum entdeckt er die Klarinette. Musik wird für
ihn zu einem Ort der Kraft. „ Wenn ich Musik mache, habe ich das
Gefühl, alle Probleme des Alltags zu vergessen“ , erzählt er. Aus dem
zurückhaltenden Jugendlichen wurde ein selbstbewusster Musiker. Auch
zu Hause zeigt sich die Veränderung: Elian tritt sicherer auf,
entwickelt Initiative und neue Perspektiven für die Zukunft. Seine
Geschichte steht für das, was CONCORDIA täglich möglich macht: Kinder
und Jugendliche entdecken ihre Fähigkeiten und beginnen, an sich
selbst zu glauben.

Zwtl.: Petition gegen Kinderarmut

Zum Internationalen Tag des Kindes fordert CONCORDIA mehr
politischen Willen, Kinderarmut in Europa strukturell zu bekämpfen.
Mit der Petition „Breaking the Cycle“ ruft CONCORDIA die Europäische
Union und ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Prävention in der
Sozialpolitik und im EU-Budget 2028–2034 klar zu priorisieren: durch
verlässliche Finanzierung, die Stärkung der Europäischen
Kindergarantie, den Ausbau gemeindenaher Unterstützungsangebote und
Investitionen in Fachkräfte.

„Unsere Modelle aus der Praxis können politisches Handeln
unterstützen, damit Prävention endlich Priorität bei der
Armutsbekämpfung in Europa bekommt“, sagt Bernhard Drumel, CEO von
CONCORDIA Sozialprojekte . „Kinderarmut ist vermeidbar. Europa muss
jetzt investieren – nicht erst, wenn aus Benachteiligung Ausgrenzung
geworden ist.“

CONCORDIA appelliert daher an die EU: Kinderrechte brauchen
Budgets, Prävention braucht Struktur, und jedes Kind braucht die
faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Die Petition kann unter concordia.or.at/petition unterstützt
werden.

CONCORDIA Sozialprojekte ist eine 1991 gegründete internationale
und unabhängige Hilfsorganisation, die Kinder, Jugendliche und
Familien in Not in den Projektländern Rumänien, Bulgarien, Moldawien,
Kosovo und Österreich auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben
unterstützt und begleitet. Im Mittelpunkt der Programme steht die
Stärkung und Wahrung der Kinderrechte. Das übergeordnete Ziel der
Arbeit von CONCORDIA ist es, Kinder und Familien dabei zu
unterstützen, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und ihnen ein
selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Organisation hat Standorte
in Österreich (Wien), Deutschland (Stuttgart) und der Schweiz (Zug)
und finanziert ihre Arbeit durch Spenden. https://concordia.or.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at