Schönheit

Migrant*innen-Selbstorganisationen: Vernetzung, Chancen und Generationenwechsel

Wien (OTS) – Auf Einladung von Vizebürgermeisterin und
Integrationsstadträtin
Bettina Emmerling und der Abteilung Integration und Diversität der
Stadt Wien (MA 17) fand gestern im Wiener Rathaus das Community Forum
2026 statt. Unter dem Titel „Migrant*innen-Selbstorganisationen im
Wandel“ diskutierten Vertreter*innen von Vereinen und Initiativen vor
mehr als 300 Zuhörer*innen über die Entwicklung migrantischer
Vereinsarbeit in Wien. Im Fokus standen die Bedeutung von
ehrenamtlichen Engagements sowie die Frage, wie junge Menschen für
die Mitgestaltung von Vereinen gewonnen werden können.

Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling
hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung des Ehrenamts in Migrant*
innen-Organisationen und die Chancen des Generationenwechsels hervor:
„Das Ehrenamt ist das höchste Amt, das man übernehmen kann und in den
Migrant*innen-Selbstorganisationen übernehmen es viele neben Beruf
und Familie. Diese Vereine unterstützen die Stadt maßgeblich bei der
Integration. Wenn eine junge Generation Verantwortung übernimmt,
bringt das neue Möglichkeiten für die Vereine und für Wien.“

Vielfältige Aufgabengebiete

Im Zentrum der Podiumsdiskussion mit Jagoda Dekić (Vorsitzende
des Sport- und Kulturverein Jedinstvo), Željana Jurić (Gründerin und
Geschäftsführerin des Vereins buntaž – Das Netzwerk für
Chancengleichheit), Anca Hociota (Community Kommunikatorin für
Rumänische Communitys), Haiying Zheng (Boya Chinesisches
Bildungsinstitut), Bilgi Yildirim (Obfrau des Vereins SAM-DER Austria
Kultur-, Bildungs-, Integrationsverein) und Tajir Ahmed Abdullahi (
Obmann des Bildung – Kultur und Integrationsverein BKI) standen die
Erfahrungen und Herausforderungen im Vereinsalltag. Die Diskutant*
innen zeichneten ein Bild der vielfältigen Aufgaben von Migrant*innen
-Organisationen, die von Bildungs- und Beratungsarbeit über
sportliche sowie kulturelle Angebote bis hin zur Unterstützung von
Frauen, Familien und Jugendlichen reichen.

Zwischen Tradition und Wandel

Ein weiterer Diskussionspunkt des Community Forums war der
Generationenwechsel in den Vereinen. Während einige Organisationen
bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehen, wurden andere erst in den
vergangenen Jahren gegründet. Der Austausch zeigte, dass sich die
Erwartungen junger Menschen an Vereinsarbeit verändern. Gefragt sind
zunehmend flexible Beteiligungsmöglichkeiten, digitale Kommunikation
und Angebote, die an den Lebensrealitäten einer jungen, vielfältigen
Generation anknüpfen. Neben neuen Themenfeldern und Arbeitsweisen
eröffnet dieser Wandel auch Chancen, bestehende Strukturen
weiterzuentwickeln und die Selbstrepräsentation langfristig zu
stärken.

Wichtige Partner*innen der Stadt

„Migrant*innen-Organisationen sind zentrale Partnerinnen für
unsere Abteilung und die Stadt Wien. Gemeinsam diskutieren wir
Herausforderungen, die eine wachsende und internationale Stadt mit
sich bringen und wie Selbstrepräsentation gestärkt werden kann“,
betonte Theodora Manolakos, Leiterin der Abteilung Integration und
Diversität.

Mit dem Community Forum schafft die Stadt Wien jährlich einen
Raum für Austausch, Vernetzung und Dialog zwischen Vertreter*innen
von Migrant*innen-Organisationen und Stadtverwaltung. Ziel ist es,
unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, aktuelle
Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze für
ein gutes und respektvolles Zusammenleben in Wien zu entwickeln.

Pressefotos unter https://presse.wien.gv.at/bilder