Wien (OTS) – Die angekündigten Kürzungen im Universitätsbudget um
rund eine
Milliarde Euro sind ein schwerer Angriff auf den Wissenschafts- und
Forschungsstandort Österreich. Während die Regierung bei
Universitäten, Forschung und Bildung den Rotstift ansetzt, bleiben
Milliardenvermögen weiterhin unangetastet. Für klimaschädliche
Subventionen wird sogar noch mehr Geld ausgegeben. Für die Grünen ist
klar: Gespart wird bei den Falschen.
„Diese Regierung kürzt dort, wo Innovation und wirtschaftlicher
Fortschritt entstehen – nämlich bei Wissenschaft und Forschung.
Gleichzeitig fehlt weiterhin der politische Mut, Superreiche endlich
zu einem fairen Beitrag zu verpflichten“, sagt die
Wissenschaftssprecherin und stellvertretende Klubobfrau im Grünen
Parlamentsklub, Sigi Maurer.
Laut den bekannt gewordenen Zahlen sollen die Mittel für die
öffentlichen Universitäten in der nächsten
Leistungsvereinbarungsperiode von derzeit 16,5 auf 15,5 Milliarden
Euro sinken. Das würde massive Folgen für Studierende, Forschende und
den gesamten Wissenschaftsstandort bedeuten – von schlechteren
Betreuungsverhältnissen über weniger Studienplätze bis hin zu
wachsender Abhängigkeit von Drittmitteln.
„Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit ist es
notwendig, in Forschung und Innovation zu investieren. Wer
Universitäten kaputtspart, gefährdet langfristig auch Arbeitsplätze,
Wettbewerbsfähigkeit und den Wirtschaftsstandort“, so Maurer.
Maurer warnt abschließend vor den demokratiepolitischen Folgen
einer Schwächung des Wissenschaftssystems: „Freie Wissenschaft und
starke Universitäten sind zentrale Pfeiler einer offenen Demokratie.
Wer hier kürzt, schwächt kritisches Denken und gesellschaftlichen
Fortschritt.“