Wien (OTS) – Die heute präsentierte Studie der Arbeiterkammer ist
erneut ein
Alarmsignal: Jedes dritte Schulkind braucht mittlerweile Nachhilfe –
und wer sich diese nicht leisten kann, bleibt zurück. „Der
Bildungserfolg in Österreich hängt noch immer vom Geldbörsel der
Eltern ab – das ist unerträglich“, kritisiert Sigi Maurer,
Bildungssprecherin und stellvertretende Klubobfrau der Grünen.
Im Frühjahr hat Bildungsminister Wiederkehr die Umsetzung des
Chancenindex für belastete Schulen angekündigt. Am Montag beginnt das
neue Schuljahr – von der Umsetzung der Ankündigung fehlt jede Spur.
„Gerade jene Schüler:innen, deren Eltern sich keine teure Nachhilfe
leisten können, werden damit im Stich gelassen. Ein weiteres
Schuljahr auf die dringend notwendigen Mittel zu warten, ist ein
Schlag ins Gesicht für tausende Kinder, die auf faire Chancen
angewiesen sind“, kritisiert Maurer und weiter: „Dasselbe gilt für
den flächendeckenden Ausbau verschränkter Ganztagsschulen – auch sie
wären dringend nötig, damit Schüler:innen in der Schule lernen und
nicht in teuren Nachhilfeinstituten, die sich viele gar nicht leisten
können.“
„Es darf nicht sein, dass der Bildungserfolg unserer Kinder vom Geld
der Eltern abhängt – die Ergebnisse der AK-Studie sind ein klarer
Auftrag an die Regierung, den Ankündigungen endlich Taten folgen zu
lassen“, hält Maurer fest.