Marterbauer/Hergovich: Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen

St. Pölten (OTS) – Im Anschluss an einen Besuch des euopaweit ersten
Klimaschutzausbildungszentrums Sigmundsherberg – einer gemeinsamen
Initiative des damaligen AMS-Geschäftsführers Sven Hergovich und AK-
Präsident Markus Wieser – wo Facharbeitskräfte in den
Umwelttechnologien der Zukunft ausgebildet werden, waren
Finanzminister Markus Marterbauer und Landesrat Sven Hergovich in
Gramatneusiedl zu Gast. Bürgermeister Thomas Schwab ließ es sich
nicht nehmen, die Gäste persönlich durch die ehemalige
Fabriksarbeitersiedlung Marienthal und das Museum Marienthal zu
führen. Begleitet wurden sie unter anderem von Nationalrätin Silvia
Kumpan-Takacs, SPÖ-Bezirksvorsitzendem Bürgermeister Jürgen Maschl,
GVV-Bezirksvorsitzendem Andreas Hammer und Bezirksgeschäftsführer
Henrik Scharf. Sven Hergovich informierte gemeinsam mit dem
wissenschaftlichen Begleiter des Projektes Doktor Lukas Lehner über
das Jobgarantiemodell Marienthal. Das Projekt wurde von Sven
Hergovich in seiner damaligen Funktion als AMS-Niederösterreich-
Geschäftsführer initiiert. Die schwarz-blaue Landeskoalition ließ es
beenden.

Markus Marterbauer: „Langzeitarbeitslosigkeit führt oft direkt in
Armut. Ein ganzheitlicher Blick auf die betroffenen Menschen und ihre
Angehörigen ist ein Grundwert einer humanistischen und
verantwortungsbewussten Politik. Es ist wichtig, dass wir mit
innovativen Ansätzen, Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit
betroffen sind, Chancen bieten. Aus dem Jobgarantie-Projekt in
Marienthal lässt sich sehr viel lernen. Dank der wissenschaftlichen
Begleitung haben wir neue Daten und Fakten für die Bekämpfung der
Langzeitarbeitslosigkeit gewonnen. Langfristig stellen solche
Jobgarantie-Projekte sehr sinnvolle Instrumente gegen
Langzeitarbeitslosigkeit und Armut dar. Es ist Aufgabe der Politik,
Arbeitslosigkeit – vor allem Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit –
zu bekämpfen. Wichtig ist dabei, immer wieder neue Projekte zu
starten. Ich bin deshalb sehr froh, dass die Bundesregierung
österreichweit 2026 und 2027 mit der Aktion 55+ durch innovative
Ansätze Arbeitsplätze in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten und
Sozialökonomischen Betrieben fördern wird. Das Sozialministerium
bereitet die Umsetzung dieser Aktion vor.“

Sven Hergovich: „Ich freue mich, dass sich auch Finanzminister
Markus Marterbauer für innovative Arbeitsplatzmodelle, wie die Idee
einer Jobgarantie interessiert. Gerade die aktuellen AMS-Zahlen in
Niederösterreich zeigen eindeutig, welch großes Problem wir im
Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit in Niederösterreich haben.
Während das Jobgarantie-Modellprojekt gelaufen ist, gab es keine
Langzeitarbeitslosigkeit in Gramatneusiedl mehr. Die Jobgarantie
beendet die Langzeitarbeitslosigkeit, verbessert das Leben und die
Gesundheit von Arbeitslosen und deren Angehörigen und Familien,
schafft neue Perspektiven und Möglichkeiten. Es ist einfach
sinnvoller, in Arbeit zu investieren, statt Langzeitarbeitslosigkeit
zu finanzieren. Das zeichnet sozialdemokratische Politik aus, immer
den Menschen zu sehen, niemanden im Stich zu lassen und Arbeit zu
schaffen. Von der Langzeitarbeitslosigkeit bis zur Teilzeitarbeit:
Bei der Arbeitsmarktpolitik geht es immer darum, den Mensch mit
seinen Potentialen zu sehen und ihm bei der Verwirklichung dieser zu
unterstützen. Dafür braucht es dringend innovative
Arbeitsmarktpolitik. Die Aktion 55+ der Bundesregierung schafft das.
Niederösterreich sollte das unterstützen. Das Bekämpfen der
Arbeitslosigkeit muss ja ein parteiübergreifendes gemeinsames Ziel
sein. Denn Langzeitarbeitslosigkeit ist Gift für unsere Gesellschaft.
Wir müssen sie gemeinsam beenden.“