Wien (OTS) – „Im Rahmen der kommenden Reformen im Bildungsbereich
müssen wir auch
die notwendigen Schritte in der Sonderpädagogik mitbedenken. Jedes
verlorene Jahr ist ein spürbarer Verlust für die Kinder, die
sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Wir müssen hier rasch und
gründlich agieren, um allen Kindern in unserem Land die Bildung zu
ermöglichen, die sie verdient haben. Im Regierungsprogramm haben wir
uns dazu auf eine Reihe von Maßnahmen verständigt: Für eine merkliche
Verbesserung braucht es einen Rechtsanspruch auf ein 11. und 12.
Schuljahr für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem
Förderbedarf. Zudem braucht es sowohl ein verpflichtendes Modul der
inklusiven Pädagogik im Rahmen des regulären Lehramtsstudiums als
auch eine eigenständige Lehramtsausbildung für Inklusion und
Sonderpädagogik. Eine solche Ausbildung würde das Berufsbild der
Sonderpädagogin bzw. des Sonderpädagogen klar aufwerten“, betont der
Bildungssprecher der Volkspartei, Nico Marchetti.
„Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen dürfen nicht länger als
reine Unterstützungskräfte wahrgenommen werden, sondern als
hochqualifizierte Expertinnen und Experten. Außerdem braucht es eine
Neukonzipierung des sonderpädagogischen Förderbedarfs inklusive
bedarfsgerechter Ausstattung – bis dahin brauchen wir eine Anhebung
der Deckelung für sonderpädagogische Förderung von 2,7 % auf 4,5 %“,
so Marchetti abschließend.