Linz (OTS) – Auch die Feuerwehren in der Umgebung von
Müll-Entsorgungsbetrieben
wissen ein Lied davon zu singen: Brandalarme und Löscheinsätze nehmen
zu und binden immer häufiger Einsatzkräfte. Wie erst kürzlich eine
Market-Umfrage im Auftrag von „Österreich sammelt“ ergeben hat, ist
fast 80 Prozent der Bevölkerung die Abfalltrennung wichtig. Lediglich
ein Drittel der Bevölkerung meinte hingegen, dass die Müllsortierung
„gut“ funktioniere. Nur zehn Prozent der Befragten stellte fest, dass
das Mülltrennungssystem „sehr gut“ sei.
Nach der Devise „den letzten beißen die Hunde“ werden sowohl
öffentliche als auch private Entsorgungsbetriebe mit den
schwerwiegenden Folgen falscher Mülltrennung konfrontiert, wie Karl
Hasenöhrl auf Anfrage der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ. (IWS)
betont. „Massive Probleme verursachen beispielsweise jede Art von
Batterien, E-Zigaretten und elektronischem Kinderspielzeug“, erklärt
Hasenöhrl. Auch halbvolle Gasflaschen seien schon im Müll gefunden
worden. „Unsere moderne Lebensweise verursacht – trotz aller Appelle
zur Müllvermeidung und Abfalltrennung – Berge von Reststoffen, die in
den Entsorgungsbetrieben landen.“ Obwohl diese Betriebe nach strengen
Vorschriften errichtet und laufend behördlich kontrolliert werden,
sind sie weitestgehend machtlos gegenüber im sonstigen Abfall
verborgenem Sondermüll.
„Mehr Mülltrennungsdisziplin ist deshalb nicht nur gegenüber der
Natur und der Umwelt, sondern auch zum Schutz der Unternehmen und
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Entsorgungsbetrieben
erforderlich“, appelliert IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel für
mehr Verantwortung bei der Mülltrennung.