Brüssel (OTS) – Der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl
hatte als Leiter
der EVP-Fraktion im zuständigen Ausschuss des Europaparlaments einen
Bericht zum Zusammenhang zwischen irregulärer Migration und
Entwicklungshilfe initiiert. Mandl erläutert: “Die richtige Form der
Entwicklungszusammenarbeit kann helfen, die Ursachen irregulärer
Migration einzudämmen. Niemand soll gegen den eigenen Willen
entwurzelt werden, weil Perspektiven fehlen. Die Erfahrung zeigt aber
auch, dass Einzelne gerade dann auswandern, wenn sich ihre
Einkommenssituation verbessert. Daher ist es wichtig, dass ganze
Volkswirtschaften vorankommen und mit ihnen die Lebensbedingungen.
Wenn man durch Bildung und Arbeit etwas erreichen kann, und das in
Sicherheit und unter Bedingungen der Freiheit, dann sinkt die Neigung
zur irregulären Migration. Unser Bericht adressiert diese
Herausforderungen.”
Der Bericht war in den vergangenen sechs Monaten zwischen den
Fraktionen intensiv verhandelt worden. Mandl fungierte als
Chefverhandler und freut sich über die Abstimmung heute, Dienstag, im
Ausschuss, die mit 16 Stimmen bei 6 Gegenstimmen für den Bericht
ausgegangen ist.
“Die beste Entwicklungszusammenarbeit ist wirtschaftliche
Kooperation. Hier müssen wir ansetzen. Das muss unsere Priorität
sein. Ich unterstütze hier voll den Kurs des zuständigen EU-
Kommissars für internationale Partnerschaften, Jozef Sikela. Wir
haben Unternehmen in Österreich und ganz Europa, die wahre Champions
in der globalen Vernetzung sind. Sie sind unter den verlässlichsten
Partnern, die man weltweit finden kann. In der EU herrscht
Rechtsstaatlichkeit und die EU ist weltweit die stärkste Kraft in der
Entwicklungszusammenarbeit. Hilfe zur Selbsthilfe muss immer im
Vordergrund stehen“, betont Mandl und ergänzt: ”Selbstverständlich
müssen wir uns auch bewusst machen, dass Europa aufgrund der
demographischen Entwicklung dringend legale Arbeitsmigration braucht.
Auch dafür braucht es internationale Partnerschaften.“ (Schluss)