Wien (OTS) – Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken
übertragene Erkrankung
in Europa. 1,2 Dennoch war bisher unklar, wie viele Menschen
tatsächlich in Österreich erkranken, da die Infektionskrankheit nicht
meldepflichtig ist. Eine aktuelle Auswertung österreichischer
Gesundheitsdaten liefert nun erstmals ein umfassendes Bild 2 :
Jährlich müssen geschätzt 20.000 Menschen aufgrund einer Lyme-
Borreliose medizinisch behandelt werden, rund 900 davon im
Krankenhaus. Das entspricht jährlich einem Krankenhausfall pro 10.000
Einwohnern. Besonders betroffen sind Kinder und ältere Menschen.
Regionale Hot-spots sind Kärnten und das Burgenland. Die meisten
Erkrankungen werden in den Sommermonaten Juli und August verzeichnet.
Lyme-Borreliose (auch Borreliose oder Lyme-Krankheit genannt) ist
eine durch Borrelien-Bakterien verursachte Infektionserkrankung, die
durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird. 3 Borrelien sind
die häufigsten Krankheitserreger in Zecken – etwa jedes vierte Tier
in Österreich trägt das Bakterium in sich. 4 Im Unterschied zu FSME (
Frühsommer-Meningoenzephalitis), die durch Viren verursacht wird und
hautsächlich das zentrale Nervensystem betrifft, kann Lyme-Borreliose
verschiedene Organe befallen, allem voran die Haut. Auch bei der
Übertragung gibt es wichtige Unterschiede: Während FSME-Viren bereits
kurz nach dem Zeckenstich übertragen werden können, brauchen
Borrelien deutlich mehr Zeit, um von der Zecke auf den Menschen
überzugehen. Eine rasche Entfernung der Zecke kann daher das
Infektionsrisiko reduzieren.
Ein typisches erstes Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte, ein
ringförmiger, roter Hautausschlag, der nach 3–30 Tagen an der
Einstichstelle auftritt. 5 Dieses charakteristische Warnsignal zeigt
sich bei 85 Prozent der Fälle, sollte unbedingt ernst genommen und
ärztlich abgeklärt werden. 3 Zusätzlich können Symptome wie Fieber,
Müdigkeit sowie Kopf- und Gelenksschmerzen auftreten. Wird die
Erkrankung rechtzeitig erkannt und antibiotisch behandelt, klingen
die Beschwerden in den meisten Fällen rasch wieder ab. 3 Unbehandelt
kann sich die Infektion auf Gelenke, das Herz und das Nervensystem
ausbreiten und es kann zu langanhaltenden gesundheitlichen
Beeinträchtigungen kommen. Bei Kindern sind dies vor allem
Hirnhautentzündungen und Gesichtsnervenlähmungen, bei Erwachsenen
schmerzhafte Nervenwurzelentzündungen und Lähmungen. 3,5
Zwtl.: Erstmals Klarheit zur Krankheitslast in Österreich
Man weiß zwar, dass Lyme-Borreliose die häufigste durch Zecken
übertragene Erkrankung in Europa ist. 1,2 Doch wie viele Menschen
tatsächlich in Österreich erkranken, war bisher schwer einschätzbar.
„Da die Erkrankung keiner Meldepflicht unterliegt, fehlten bisher
belastbare epidemiologische Daten. Unsere Studie schließt nun diese
Wissenslücke“ , sagt Martin Zurl, PhD, Medical Affairs Scientist bei
Pfizer Austria und Mitautor der Studie.
Für die Analyse wurden Krankenhausdaten aus den Jahren 2015 bis
2023 ausgewertet. 2 Die Ergebnisse zeigen, dass jährlich rund 900
Menschen aufgrund einer Lyme-Borreliose stationär aufgenommen und im
Schnitt acht Tage im Krankenhaus verbringen. Insgesamt benötigen
schätzungsweise 20.000 Österreicher*innen pro Jahr eine medizinische
Behandlung wegen der Lyme-Krankheit. Grundsätzlich kann jeder Mensch
nach einem Zeckenstich an Borreliose erkranken. Besonders häufig
betroffen sind jedoch Kinder zwischen fünf und neun Jahren sowie
Erwachsene ab 60 Jahren. Regional zeigen sich die höchsten
Erkrankungsraten in Kärnten und im Burgenland. Die meisten Fälle
treten in den Sommermonaten auf, zu einer Zeit, in der Zecken
besonders aktiv sind. Zurl: „Die Daten liefern damit erstmals eine
Grundlage, um die Bedeutung und die gesundheitlichen Auswirkungen der
Lyme-Borreliose in Österreich besser einzuschätzen. Weitere Studien
und idealerweise ein bundesweites Meldesystem für Lyme-Borreliose
wären erforderlich, um noch verlässlichere Aussagen zur
Krankheitslast in Österreich treffen zu können.“
Die klimatischen Veränderungen könnte die Krankheitslast künftig
noch weiter erhöhen.
Anders als bei FSME gibt es derzeit noch keine Impfung gegen Lyme
-Borreliose. Umso wichtiger ist konsequenter Schutz vor
Zeckenstichen. Dazu zählen geschlossene und den Körper bedeckende
Kleidung, Insektenschutzmittel sowie das Absuchen des Körpers auf
Zecken nach jedem Aufenthalt in der Natur. 3
Zwtl.: 5 Fakten zur Lyme-Borreliose in Österreich
–
Etwa jede vierte Zecke trägt Borrelien in sich. 4
– Geschätzt 20.000 Menschen müssen jedes Jahr wegen einer Lyme-
Borreliose behandelt werden, rund 900 davon im Krankenhaus (Inzidenz
233/100.000 bzw. 10/100.000). 2
– Besonders betroffen sind Kinder im Volksschulalter (5-9 Jahre),
ältere Erwachsene (ab 60 Jahre) sowie Menschen in Kärnten und im
Burgenland. 2
–
Hochsaison ist der Sommer: Die meisten Erkrankungen werden im
Juli und August registriert. 2
–
Rund 85 % der Betroffenen entwickeln einen ringförmigen
Hautausschlag nach dem Zeckenstich. Er sollte immer ärztlich
abgeklärt werden. 3
Über Pfizer – “Breakthroughs that change patients’ lives”
Bei Pfizer arbeiten wir weltweit täglich daran, die
Lebensqualität von Menschen zu verbessern, indem wir ihnen Zugang zu
innovativen Medikamenten und Impfstoffen ermöglichen. Dabei setzen
wir auf Wissenschaft und unser globales Netzwerk aus Forschungs-,
Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebszentren. Es ist unser
Anspruch, bei der Entdeckung, Entwicklung und Herstellung innovativer
Arzneimittel neue Standards zu setzen. Das gilt für ihre Qualität,
ihre Sicherheit und ihren Nutzen für Patient*innen. Sowohl in
Industrie- als auch in Schwellenländern treiben unsere Kolleg*innen
die Prävention, Behandlung und Heilung der schwerwiegendsten
Erkrankungen unserer Zeit voran. Als einer der weltweit führenden
forschenden Arzneimittelhersteller fördern wir gemeinsam mit
medizinischem Fachpersonal, Gesundheitseinrichtungen,
Regierungsorganisationen und lokalen Gemeinschaften überall auf der
Welt eine verlässliche und bezahlbare Gesundheitsversorgung. Seit
mehr als 175 Jahren arbeiten wir daran, für alle, die sich auf uns
verlassen, etwas zu bewegen.
Der Hauptsitz von Pfizer ist in New York. In Österreich
beschäftigt Pfizer rund 415 Mitarbeiter*innen an zwei Standorten: Dem
Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe
in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie
uns auf www.pfizer.at oder folgen Sie uns auf LinkedIn , Facebook
oder Youtube .
1 Bobe JR. et al. Recent progress in Lyme disease and remaining
challenges. Front Med (Lausanne) 2021; 8 :666554
2 Brestrich G. et al. Estimation of the burden of Lyme
borreliosis in Austria using hospital discharge data. International
Journal of Infectious Diseases, Volume 170, 108934, September 2026;
https://www.ijidonline.com/article/S1201-9712(26)00569-2/fulltext
3 AGES; https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-
von-a-bis-z/borrelien , abgerufen am 10.08.2026
4 AGES; Zeckenmonitoring in Österreich, Jahresbericht 2025;
https://www.ages.at/forschung/wissen-aktuell/detail/zeckenmonitoring-
in-oesterreich-jahresbericht-2025
5 https://www.ecdc.europa.eu/en/borreliosis/facts/factsheet?utm ,
abgerufen am 10.08.2026
PP-UNP-AUT-0849/08.2026
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