Wien (OTS) – Mit dem Beschluss des Wiener Gemeinderates wird die
erfolgreiche
Arbeit der Internationalen Büros der Stadt Wien auf zukunftsfitte
Beine gestellt. Gleichzeitig wird mit der Vertragsverlängerung eine
Neuausrichtung vorgenommen, die künftig die Stärkung des
Wirtschaftsstandortes durch das internationale Städtenetzwerk in den
Mittelpunkt stellt und nachhaltig weiterentwickelt.
„Städte sind heute zentrale Akteure auf der internationalen
Bühne. Mit den Internationalen Büros verfügt Wien über ein bewährtes
Instrument aktiver Stadtaußenpolitik, das den Austausch mit
Partnerstädten stärkt, wirtschaftliche Chancen eröffnet und die
internationale Positionierung unseres Standorts unterstützt. Gerade
in Zeiten globaler Herausforderungen sind internationale Netzwerke
entscheidend, um Innovationen voranzutreiben, Investitionen
anzuziehen und voneinander zu lernen. So schaffen wir die
Voraussetzungen dafür, dass Wien auch künftig zu den erfolgreichsten
und lebenswertesten Städten Europas zählt“, betont Bürgermeister
Michael Ludwig.
„Gerade in einer Zeit, in der viele internationale Brücken
abgebrochen werden, setzt die Stadt Wien ihre Kooperationen mit ihren
europäischen Dialogstädten konsequent fort. Die Internationalen Büros
stärken Wiens strategische Position durch Kontakte,
grenzüberschreitende Projekte und internationale Sichtbarkeit. Sie
bauen Brücken, fördern Know-how-Transfer, Austausch und Dialog und
bringen innovative Lösungen – insbesondere in der Daseinsvorsorge –
nach Wien. Mit der Neuausrichtung wird der Wirtschaftsstandort Wien
noch gezielter international positioniert und Unternehmen bei
Ansiedlungen unterstützt – auch durch den Einsatz mobiler Büros in
strategisch wichtigen Märkten. Ziel ist es, Wien als führenden
Wirtschafts-, Technologie- und Innovationshub zu stärken“,
unterstreicht Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Internationales
Barbara Novak den Mehrwert der Internationalen Büros für den
Wirtschaftsstandort Wien.
„Nach der weitreichenden Kritik der Oppositionsparteien und des
Stadtrechnungshofs wurden die immer schon umstrittenen Auslandsbüros
in der Fortschrittskoalition auf transparentere und wesentlich
kosteneffizientere Beine gestellt. Jetzt geht die
Aufschwungskoalition einen weiteren Schritt und legt den Fokus weg
von Kommunikationsbüros hin zu professionalisierten Standortagenturen
mit dem klaren Auftrag gemeinsam mit der Wiener Wirtschaftsagentur
noch mehr internationale Unternehmen für den Standort Wien zu
begeistern“, so Markus Ornig, Wirtschaftssprecher der NEOS Wien.
„Wir kommunizieren die Kernkompetenzen der Stadt Wien in den
Bereichen Umwelt, soziale Werte, Nachhaltigkeit, smarte
Stadtgestaltung und Daseinsvorsorge. Gleichzeitig erhält Wien
wertvolle Informationen. Die MitarbeiterInnen vor Ort kennen die
idealen AnsprechpartnerInnen aus Politik, Verwaltung, Medien und
Kultur.“, erklärt Geschäftsführerin Sanja Drazic die Aufgaben der
Internationalen Büros der Stadt Wien.
Zwtl.: Eine starke Position für Wien in Europa
Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Berliner Mauer 1989
war Wien wieder in das Zentrum Europas gerückt. Die Hauptaufgabe des
1996 eingerichteten Netzwerks der sogenannten Auslandsbüros der Stadt
Wien war es damals, Informationen zu vermitteln und Wiens Beziehungen
zu den Hauptstädten der Nachbarländer aufzubauen.
30 Jahre später reichen die Standorte des Netzwerks von Berlin,
Belgrad, Budapest, Krakau, Ljubljana, Prag, Sarajevo und Sofia bis
nach Zagreb. Die Verbindung zu Bratislava wird über das Headoffice in
Wien gepflegt. Seit 2016 sind die Auslandsbüros Teil der WH-Media
Gruppe der Wien Holding und seit 2023 unter dem Namen Internationale
Büros der Stadt Wien tätig.
Zwtl.: Internationales Know-how als Vorteil
Delegationsbesuche, Fachdialoge, politische Begegnungen, gezielte
Medienarbeit und die Organisation von Konferenzen ermöglichen es der
Stadt Wien mit Unterstützung der Internationalen Büros ihre Expertise
in internationalen Netzwerken wie EUROCITIES einzubringen, auf
europäischer Ebene Themen zu setzen, sich mit internationalen Expert*
innen zu aktuellen urbanen Herausforderungen auszutauschen und Wiens
Position in Europa zu stärken. So bringen die European Cities
Conferences jedes Jahr Expert*innen europäischer Stadtverwaltungen in
Wien zusammen. 2025 standen dabei die Themen Mitwirkung bei der
Stadtgestaltung, Resilienz, IT-Sicherheit und Digitale Souveränität
auf der Tagesordnung. 2026 beschäftigt sich die Konferenz mit
digitaler Ethik in Verwaltungen und öffentlichen Dienstleistungen. Im
März 2026 präsentierte die Stadt Wien ihre Ideen und Projekte für
eine smarte Stadt bei der Urban Future in Ljubljana, eine der größten
internationalen Veranstaltungen zu nachhaltiger Stadtentwicklung.
In wirtschaftlicher Hinsicht profitieren die Wiener*innen
ebenfalls vom Städtenetzwerk: gemeinsame EU-Projekte werden umgesetzt
und auch die Wirtschaftsagentur Wien arbeitet mit den Internationalen
Büros in den Ländern des CEE-Raums zusammen, um Unternehmen, die sich
in Wien ansiedeln oder hier gründen wollen, schnell, zuverlässig und
persönlich zu betreuen.
Künftig soll die Positionierung Wiens als führender Wirtschafts-
und Innovationsstandort in CEE durch die Arbeit der Internationalen
Büros weiter verstärkt und ausgebaut werden. Der Fokus liegt dabei
auf Unternehmensansiedlungen, der Bewerbung des Wiener Startup-
Ökosystems sowie des Wirtschaftsstandortes Wien. Die Vernetzung von
Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Investor*innen im Life
Science-Bereich soll Wiens Potential im internationalen Wettbewerb
stärken. Zudem wird Wiens Weg zur europäischen
Digitalisierungshauptstadt und als ethisch verantwortungsbewusster,
innovationsstarker KI-Standort unterstützt.