Klagenfurt (OTS) – Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG)
steht die größte
Strommarktreform seit 20 Jahren bevor. Morgen, Freitag 15. August
2025, endet die offizielle Begutachtungsfrist. „Es ist positiv, dass
die Bundesregierung das Reformtempo bei der Energiepolitik erhöht.
Global wettbewerbsfähige Energiepreise sind für den
Wirtschaftsstandort essenziell. Mit dem ElWG werden entscheidende und
lange erwartete Weichen in die diese Richtung gestellt. Wesentlich
ist, dass Preise und Netzkosten für die Wirtschaft sowie die
Bevölkerung endlich gedämpft werden. Die hohen Energiekosten und das
bisher veraltete System waren ein klarer Nachteil für den Standort.
Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass die Bundesregierung dagegen
vorgeht“, betont Wirtschafts- und Energielandesrat Sebastian
Schuschnig.
Mit dem neuen ElWG werden auch wesentliche Forderungen der Länder
umgesetzt, die auch Kärnten seit langem vorantreibt. Vor allem die
Weitergabe von Preissenkungen an die Kunden, die Verringerung von
Bürokratie sowie die angekündigte Streckung der Abschreibedauer bei
Netzinvestitonen wird begrüßt. „Das entlastet Wirtschaft und
Bevölkerung gleichermaßen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unseres
Standortes. Ein standortfreundliches Gesetzespaket muss deshalb rasch
beschlossen werden und in Kraft treten“, so Schuschnig.
Besonders wichtig ist Schuschnig dabei aber auf eine weitere
notwendige Maßnahme hinzuweisen: „Energiepolitik ist Standortpolitik.
Daher braucht es gerade jetzt spürbare Impulse, um die Konjunktur
weiter anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe weiter
zu erhöhen. Vor allem zersiedelte sowie demographisch benachteiligte
Regionen leiden unter hohen Netzkosten. Deshalb ist eine umfassende
Reform der bestehenden Netztarifstruktur dringend notwendig.“