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LR Rosenkranz stellt sich schützend vor 37.400 landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich

Sankt Pölten (OTS) – „Unsere Bauern leisten jeden Tag wertvolle
Arbeit, produzieren
hochwertige Lebensmittel, kümmern sich verantwortungsvoll um ihre
Tiere und sichern damit einen wesentlichen Teil unserer Versorgung.
Genau vor diese gut 37.000 landwirtschaftlichen Betriebe in NÖ stelle
ich mich. Kein einziger Bauer, der seinen Betrieb ordentlich führt
und jeden Tag hart arbeitet, hat es verdient, wegen des
Fehlverhaltens eines Einzelnen in Verruf zu geraten“, stellt
Niederösterreichs Tierschutzlandesrätin Susanne Rosenkranz klar.
Anlass ist der aktuelle Fall eines Mastbetriebs im Bezirk St. Pölten,
gegen dessen Betreiber bereits ein Tierhaltungsverbot besteht und
gegen den nun erneut eine Anzeige wegen des Verdachts der
Tierquälerei eingebracht wurde. „Ein einzelner Betrieb darf nicht das
Vertrauen zerstören, das sich tausende Bauern über Jahrzehnte mit
ihrer harten Arbeit aufgebaut haben.“

„Wer Tiere derart behandelt wie im konkreten Fall, schadet nicht
nur den Tieren, sondern diskreditiert damit auch den gesamten
Bauernstand. Genau deshalb müssen wir eine klare Grenze ziehen. Ich
will keinen einzigen Bauernhof zusperren und schon gar keinen Bauern
unter Generalverdacht stellen. Das ist Schwachsinn. Es geht um diesen
Problemfall, wo wiederholt gegen grundlegende Regeln des Tierschutzes
verstoßen wurde. Wie kommt ein normaler Landwirt dazu, der sieben
Tage die Woche arbeitet, seine Tiere ordentlich versorgt und
wertvolle Lebensmittel produziert, wegen eines solchen Falles
schlechtgemacht zu werden? Das hat sich unser Bauernstand nicht
verdient“, so Rosenkranz.

Die Verantwortung bestehe deshalb auch darin, einzelne schwarze
Schafe klar vom überwältigenden Teil der bäuerlichen Landwirtschaft
abzugrenzen. „Wer solche Zustände relativiert, schützt nicht den
Bauernstand. Er schadet den tausenden Bauern, die jeden Tag
ordentlich arbeiten.“

Kritik einzelner Mitglieder des Bauernbundes an ihrer Haltung
weist Rosenkranz entschieden zurück. „Nicht Susanne Rosenkranz und
schon gar nicht die gut 37.000 landwirtschaftlichen Betriebe in
Niederösterreich sind das Problem. Das Problem ist der konkrete
Anlassfall. Wer daraus einen Angriff auf unsere Bauern konstruiert,
verdreht die Tatsachen. Es geht darum, unsere Bauern davor zu
schützen, mit solchen Zuständen in einen Topf geworfen zu werden.
Einzelne Mitglieder des Bauernbundes wollen jetzt offenbar ein
Feindbild schaffen, um vom eigenen Versagen bei der verunfallten
Dürrehilfe abzulenken. Das haben unsere Bauern längst durchschaut.“

Gleichzeitig bekräftigt Rosenkranz ihre Forderung nach
wirksameren gesetzlichen Möglichkeiten bei schweren Verstößen gegen
den Tierschutz: „Wenn gegen jemanden bereits ein Tierhaltungsverbot
besteht und trotzdem erneut schwerwiegende Vorwürfe auftreten, muss
der Staat wirksam handeln können. Wenn bestehende Instrumente dafür
nicht ausreichen, muss der Bundesgesetzgeber nachschärfen. Wegsehen
ist weder im Interesse der Tiere noch im Interesse unserer Bauern.“