Lopatka: Bedeutender Schritt zum EU-Beitritt Montenegros

Brüssel (OTS) – „Seit 2012 verhandelt Montenegro über einen Beitritt
zur Europäischen
Union. Jetzt biegt das Land in die Zielgerade ein“, sagt Reinhold
Lopatka, Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) im
Europaparlament für die Beitrittsverhandlungen mit Montenegro. Heute,
Mittwoch, haben die Mitgliedstaaten laut Information des EU-
Vorsitzlandes Zypern eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um den
Beitrittsvertrag mit Montenegro auszuarbeiten. „Das ist ein
bedeutender und entscheidender Schritt am Weg Montenegros in die EU
und macht den baldigen Beitritt als 28. Mitgliedstaat noch vor Sommer
2029 greifbar“, sagt Lopatka.

Er fährt fort: „Montenegro hat damit seine Rolle als am weitesten
fortgeschrittenes Kandidatenland bestätigt und wir werden jetzt
gemeinsam intensiv daran arbeiten, die letzten Hürden für den EU-
Beitritt aus dem Weg zu räumen. Die Regierung in Podgorica arbeitet
ernsthaft und intensiv auf diesen Beitritt hin, 75 Prozent der
Bevölkerung sind dafür. Das Land verwendet den Euro seit 2002 als De
facto-Währung und ist seit 2017 ein verlässlicher Partner in der
NATO. Jetzt gilt es, die letzten Herausforderungen zu meistern, zum
Beispiel im Kampf gegen die Korruption, die Reform des Wahlrechts und
der Justiz und die Sicherstellung der Medienfreiheit.“

„Die Erweiterung am Westbalkan ist in unserem wirtschaftlichen
und sicherheitspolitischen Interesse und es ist höchste Zeit, dass
sie wieder mehr Schwung und Glaubwürdigkeit erhält“, sagt Lopatka.
„Albanien ist ebenfalls auf gutem Weg und kann Montenegro in Kürze
folgen. Und potenzielle Fortschritte gibt es nicht nur am Westbalkan:
Wir freuen uns, dass Island am 29. August eine Volksabstimmung über
die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen abhalten wird, für
die das Land die Voraussetzungen in hohem Maße erfüllt. Albanien,
Island und Montenegro begründen realistische Aussichten, dass die EU
nach einer langen Durststrecke noch vor 2030 um drei weitere
Mitgliedstaaten wächst.“