Lichtblicke Österreichs: Eröffnung des Lichtkunstwerkes an der Hofburg Wien und am Heldenplatz anlässlich dreier Staatsjubiläen

Wien (OTS) – Am Abend des 1. Oktobers, dem Geburtstag der
österreichischen
Bundesverfassung, wurde am Heldenplatz und an der Neuen Burg der
Hofburg in Wien die künstlerische Lichtintervention „Lichtblicke
Österreich – Chromotopia Austria“ erstmals der Öffentlichkeit
präsentiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aller
Altersgruppen kamen auf den Heldenplatz, um den Auftakt des Projekts
mitzuerleben, das die Burghauptmannschaft Österreich gemeinsam mit
der renommierten Lichtkünstlerin Victoria Coeln anlässlich dreier
Staatsjubiläen realisiert hat.

Burghauptmann Reinhold Sahl betonte die Bedeutung der
Lichtintervention: „Die Hofburg Wien, insbesondere die Neue Burg,
sowie der Heldenplatz sind für unsere Republik von historischer
Bedeutung. Mit diesem Projekt möchten wir sie auch als Orte des
Erinnerns, der Reflexion und des Miteinanders in den Fokus rücken.
Die Kunst spricht für sich selbst.“
Sein Stellvertreter Markus Wimmer ergänzte: „Mich hat heute besonders
berührt, wie viele Menschen sich die Zeit genommen haben, um diesen
Auftakt mit uns zu erleben. Unser Ziel ist es, Geschichte und die
Bedeutung von Demokratie auf neue Weise erlebbar zu machen. Dieser
Abend hat gezeigt, dass uns das gelungen ist.“

Die Intervention, die bis Mitte Jänner 2026 zu sehen ist, widmet sich
den Schlüsselmomenten der Zweiten Republik: dem Ende des Zweiten
Weltkriegs 1945, der Unterzeichnung und Verkündung des Staatsvertrags
1955 sowie dem EU-Beitritt Österreichs 1995.
Drei Symbole, die in Licht- und Schattenraster eingeschrieben sind,
prägen die Fassade der Neuen Burg: links die gesprengten Ketten des
Bundesadlers als Sinnbild für die Befreiung vom Nationalsozialismus,
in der Mitte die Projektion des historischen Belvedere-Balkons, von
dem aus der Staatsvertrag dem österreichischen Volk präsentiert
wurde, und rechts die Sterne der Europäischen Union als Zeichen der
Integration in das europäische Friedens- und Werteprojekt. Ergänzt
wird die Intervention durch Lichtlinien und Symbole, wie Mauerkrone,
Hammer und Sichel, sowie der Adlerkopf in zwei Variationen, die über
den gesamten Heldenplatz hinweg die historischen Orte des Areals
miteinander verweben.
„Licht als Medium hat die besondere Kraft, Räume und Orte zu
transformieren und Ge-schichte sichtbar zu machen. Mit Chromotopia
Austria zu besonderen Lichtblicken Österreichs möchte ich die
zentralen Momente der Zweiten Republik neu erfahrbar machen, nicht
als ferne Erinnerung, sondern als lebendige Gegenwart im Herzen
unserer Republik“, erklärte die Künstlerin Victoria Coeln bei der
Eröffnung.
Mit der gestrigen Eröffnung hat somit ein Projekt begonnen, das den
zentralsten Platz der Republik bis Jänner des nächsten Jahres in ein
leuchtendes Kunstwerk verwandelt, als sichtbares Zeichen für die
Freiheit, Souveränität und europäische Verbundenheit Österreichs.

Zwtl.: Stimmen zum Projekt

Bundespräsident Alexander Van der Bellen:
„1945, 1955 und 1995 sind Jahreszahlen, die unser Land geprägt haben.
Sie stehen für Freiheit, Souveränität und europäische Verbundenheit.
Dass diese Jubiläen nun im Herzen unserer Republik sichtbar gemacht
werden, ist ein wunderbares Signal.“

Wolfgang Hattmannsdorfer, Bundesminister für Wirtschaft, Energie
und Tourismus:
„Lichtblicke Österreichs zeigt eindrucksvoll, dass Kultur, Geschichte
und Wirtschaftspolitik Hand in Hand gehen. Gerade Kulturprojekte im
öffentlichen Raum sind nicht nur Ausdruck unserer Identität, sondern
auch starke Impulsgeber für Tourismus, Wertschöpfung und
Beschäftigung. Diese Jubiläen erinnern uns daran, dass Österreich
seine wirtschaftliche Stärke immer aus Freiheit, Souveränität und
europäischer Integration gezogen hat. Sichtbar im Herzen Wiens setzen
wir damit ein klares Signal: Österreich bleibt ein weltoffener,
leistungsstarker und international gefragter Standort.“

Burghauptmann Reinhold Sahl:
„Die Hofburg Wien und der Heldenplatz sind seit Jahrhunderten das
Herzstück unserer Re-publik. Mit „Lichtblicke Österreichs” verwandeln
wir diesen geschichtsträchtigen Ort in ein Symbol für Erinnerung und
Zukunft. Die Kraft dieser Symbole ist spürbar. Sie erinnern uns
daran, welchen Weg Österreich in den letzten acht Jahrzehnten
gegangen ist. Man erkennt, was unsere Republik ausmacht: Freiheit,
Souveränität und die europäische Idee.“

Markus Wimmer, Stellvertretender Burghauptmann:
„Die Neue Burg als Projektionsraum für drei prägnante Symbole ist ein
bewusster Akt der Sichtbarmachung. Mit diesem Projekt wollen wir den
Menschen nicht nur die Orte näher-bringen, an denen die Geschichte
unseres Landes nachhaltig geprägt wurde, sondern allen Menschen auch
die Möglichkeit geben, sich persönlich und individuell an diese
Ereignisse zu erinnern, zu gedenken und über die Zukunft unseres
Landes nachzudenken.“

Victoria Coeln, Künstlerin:
„Licht, Kunst und Demokratie sind für mich drei lebenswichtige
Grundelemente. Licht steht für Neugierde und Erkenntnis, Kunst für
Vielfalt und kritisches Fragen, Demokratie für Sicherheit und
Freiheit. Aus dieser Verbindung schöpfe ich Mut und Zuversicht für
mein künstlerisches Schaffen und das Gestalten unseres
Zusammenlebens.“

Helmut Wohnout, Generaldirektor des Österreichischen
Staatsarchivs:
„Historische Gebäude sind identitätsstiftend und Teil der
Erinnerungskultur jedes Landes. Sie sind Teil des kollektiven
historischen Gedächtnisses, gerade wenn sich die Ambivalenz der
Geschichte in ihnen widerspiegelt.“

Pressefotos online unter:
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