St. Pölten (OTS) – „Die Airport Region zählt zu den stärksten
Wirtschafts- und
Arbeitsplatzstandorten Niederösterreichs. Die Region wächst, neue
Betriebe siedeln sich an und immer mehr Menschen leben und arbeiten
hier. Unsere Straßen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten.
Die Einreichplanung für die B260 Umfahrung ist weitgehend
abgeschlossen. Ich habe daher heute den Auftrag erteilt, alle
Vorbereitungen zu treffen, um das zentrale Entlastungs- und
Standortprojekt zur Umweltverträglichkeitsprüfung einzureichen“,
informiert Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo
Landbauer.
Mit der Entwicklung von Betriebsstandorten, der Schaffung neuer
Arbeitsplätze und dem Bevölkerungswachstum steigen auch die
Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig leiden
zahlreiche Ortskerne unter dem überregionalen Durchzugsverkehr. Die
B260 Umfahrung Airport Region soll beide Herausforderungen gemeinsam
lösen: die Menschen in den Gemeinden entlasten und die verkehrliche
Erschließung des Wirtschaftsraums verbessern.
„Die Airport Region ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum. Wo
Betriebe investieren und neue Arbeitsplätze entstehen, muss die
Infrastruktur verbessert werden. Wir haben hier nicht nur einzelne
Ortsdurchfahrten vor uns, sondern eine überregionale Verkehrs- und
Standortfrage. Die B260 ist das Ergebnis jahrelanger Planung und
Abstimmung mit den Gemeinden. Nachdem die Einreichplanung weitgehend
abgeschlossen ist, setzen wir jetzt den nächsten logischen Schritt
und bereiten die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung vor“,
erklärt Landbauer.
Die geplante, rund 20 Kilometer lange Umfahrung soll die
Ortskerne von Fischamend, Klein-Neusiedl, Schwadorf, Enzersdorf an
der Fischa, Margarethen am Moos, Götzendorf und Pischelsdorf
entlasten. Die Trasse führt von der B9 östlich des Flughafenareals
bis zur B60 bei Pischelsdorf. Der überregionale Verkehr soll künftig
möglichst an den Siedlungsgebieten vorbeigeführt werden.
Die Zahlen zeigen die starke Aufwärtsentwicklung der Region: Im
Großraum Schwechat ist die Einwohnerzahl zwischen 2002 und 2025 um 38
Prozent gestiegen, der Bezirk Bruck an der Leitha um rund 31 Prozent
gewachsen. Damit zählt er zu den am schnellsten wachsenden Regionen
in ganz Niederösterreich. Allein am Flughafen Wien-Schwechat arbeiten
über 23.500 Menschen in mehr als 250 Unternehmen. Im Jahr 2025 haben
sich dort 20 weitere Betriebe angesiedelt. Mit dem Office Park 4 NEXT
investiert der Flughafen 55 Millionen Euro und schafft Platz für rund
1.000 zusätzliche Arbeitsplätze.
UVP schafft Entscheidungsgrundlagen für die Umsetzung und
Finanzierung
Mit der Vorbereitung der UVP-Einreichung wird das über Jahre
entwickelte Projekt konsequent fortgeführt. Im Genehmigungsverfahren
werden die Umweltauswirkungen geprüft und die für eine allfällige
Umsetzung erforderlichen Auflagen und Maßnahmen ermittelt. Diese
Ergebnisse sind auch für die weitere Kostenplanung von wesentlicher
Bedeutung.
„Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld bedeutet,
Investitionsentscheidungen auf einer sorgfältig geprüften Grundlage
zu treffen. Wir müssen wissen, welche Anforderungen an das Projekt
gestellt werden und welche Kosten daraus entstehen können. Die
Umweltverträglichkeitsprüfung ist deshalb ein entscheidender Schritt
für eine vorausschauende Projektplanung“, betont Landbauer.
„Wir dürfen der wirtschaftlichen Entwicklung nicht mit der
Infrastruktur von gestern hinterherfahren. Die Bevölkerung und die
Betriebe brauchen eine klare Perspektive und müssen sich darauf
verlassen können, dass es weitergeht. Unser Ziel ist eine Region, in
der wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität kein Widerspruch
sind. Die Menschen sollen von lebenswerten Ortskernen profitieren,
während Betriebe und Arbeitsplätze gut erreichbar bleiben. Mit der
B260 schaffen wir die planerischen Voraussetzungen, um diese
Entwicklung langfristig und verantwortungsvoll gestalten zu können“,
so der Verkehrslandesrat.