Landesklinikum Horn setzt neue Maßstäbe in der Herzdiagnostik

St. Pölten (OTS) – Eine neue, schonende Methode hilft jetzt, eine
bestimmte
Herzerkrankung (Herz-Amyloidose) zu erkennen und in Folge zu
behandeln. „Die Herz-Amyloidose ist eine seltene, aber
ernstzunehmende Erkrankung, bei der sich abnorme Eiweißablagerungen,
sogenannte Amyloide, im Herzmuskel ansammeln. Diese Ablagerungen
können die Funktion des Herzens beeinträchtigen und zu
Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen (Bradykardie, Arrhythmie – zu
langsamer, unregelmäßiger Herzschlag), Flüssigkeitseinlagerungen (
Beinödeme oder im Bauchraum) und Atemnot führen. Eine frühzeitige und
korrekte Diagnose ist entscheidend für die Wahl der richtigen
Therapie und die Verbesserung der Prognose“, erklärt Primar Mate
Trogrlic, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am Landesklinikum
Horn.

Er ergänzt: „Die Diagnose der Herz-Amyloidose kann aufgrund
unspezifischer Symptome wie Atemnot, Müdigkeit, geschwollenen Beinen
und Herzrhythmusstörungen schwierig sein. Bisher war oft eine
invasive Herzmuskelbiopsie notwendig, um die Diagnose
sicherzustellen. Dank moderner nuklearmedizinischer Verfahren steht
nun eine schonendere und sehr zuverlässige Methode zur Verfügung: die
sogenannte Szintigraphie“, so Primar Mate Trogrlic.

„Mit dieser modernen und schonenden Diagnosemethode können
herzkranke Patientinnen und Patienten im Waldviertel und auch in ganz
Niederösterreich noch besser behandelt werden. Damit hat das
Landesklinikum Horn seine Position als führendes medizinisches
Zentrum in der Region weiter gestärkt. Patientinnen und Patienten mit
Verdacht auf eine Herz-Amyloidose können nun auch in Horn von den
neuesten diagnostischen Möglichkeiten profitieren. Gerade bei einer
so ernstzunehmenden Erkrankung wie der Herz-Amyloidose ist eine
frühzeitige Abklärung von entscheidender Bedeutung“, erklärt auch
Landesrat Anton Kasser.

Bei der Szintigraphie wird eine geringe Menge einer radioaktiven
Substanz in die Vene gespritzt. Diese Substanz reichert sich
spezifisch in den Amyloidablagerungen im Herzen an. Diese Methode
wird bereits im Institut für Nuklearmedizin angewendet und bietet
bisher wertvolle Erfahrungen. Generell ist die Szintigraphie zur
Diagnostik der Herz-Amyloidose eine international anerkannte und gut
etablierte Methode und ein nicht-invasives und schmerzfreies
Verfahren mit geringer Strahlenbelastung. Das Institut für
Nuklearmedizin am Landesklinikum Horn verfügt über umfangreiche
Erfahrung in der Durchführung und Auswertung von Szintigraphien und
verwendet modernste Geräte und Technologien, um eine optimale
Bildqualität und präzise Diagnostik zu gewährleisten.

Primar Trogrlic, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am
Landesklinikum Horn, der die neue Methode eingeführt hat, betont die
Bedeutung dieser Entwicklung: „Die Herz-Amyloidose ist eine
Erkrankung, die oft lange Zeit unbemerkt bleibt. Früherkennung ist
jedoch entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Mit der
Szintigraphie können wir nun schon in einem frühen Stadium
Veränderungen am Herzen erkennen und gezielte
Behandlungsmöglichkeiten einleiten.“

Die Szintigraphie ist ein wichtiger Fortschritt in der Diagnostik
der Herz-Amyloidose. Sie ermöglicht eine frühzeitige und schonende
Diagnose, was entscheidend für die Einleitung einer adäquaten
Therapie und die Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen ist.
Primar Trogrlic meint abschließend: „Wir sind stolz darauf, unseren
Patientinnen und Patienten diese innovative Untersuchungsmethode
anbieten zu können. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität unserer
Patientinnen und Patienten durch frühzeitige Diagnose und gezielte
Therapie zu verbessern.“

Weitere Informationen: Landesklinikum Horn-Allentsteig, Sonja
Dietrich, Telefon 02982/9004-16010, E-Mail: [email protected]