Wien (OTS) – Die diesjährige industrielle Frühjahrslohnrunde wurde am
24. April
mit den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 60.000
Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) fortgeführt.
Diese zweite Gesprächsrunde wurde am Freitagnachmittag ohne Ergebnis
unterbrochen.
Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern die Arbeitgeber auf, bei
der nächsten Verhandlungsrunde am 29. April endlich ein seriöses
Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen auf den Tisch zu legen. Es
werde daher eine entscheidende Runde, betonen die beiden
Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer:innenseite, Reinhold Binder (PRO-
GE) und Eva Scherz (GPA): „Sollte es in der nächsten
Verhandlungsrunde keine substanziellen Fortschritte geben, werden die
Betriebsrätinnen und Betriebsräte zeitnah die weitere Vorgangsweise
beraten und beschließen.“
Die Gewerkschaften verweisen erneut auf die positive wirtschaftliche
Entwicklung der Branche. Auch der Iran-Krieg und die Blockade der
wichtigen Schifffahrtsroute würden der Branche bisher keine
Schwierigkeiten bereiten. „Der heimischen Elektro -und
Elektronikindustrie geht es gut, manchen Bereichen sogar sehr gut.
Die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten ist im letzten Jahr
deutlich gestiegen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich
daher ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhungen verdient“, sagen Binder
und Scherz.
Der neue Kollektivvertrag für soll ab 1. Mai gelten.