Wien (OTS) – Die „Kunsthalle FRO“ im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in
Dornbirn
präsentiert 2026 erneut drei spannende Ausstellungen. Die
Vorarlberger Künstlerinnen und Künstler Selina Reiterer, Mathias
Garnitschnig und Elena Apollonio beziehen sich direkt auf die
räumlichen und institutionellen Bedingungen des Gebäudes. Ihre
jeweiligen Ausstellungen untersuchen das ORF-Landesfunkhaus
Vorarlberg als technisch geprägten, funktionalen und öffentlich
wirksamen Raum. Textile Strukturen, skulpturale Interventionen und
ein vielteiliges malerisch-plastisches System eröffnen drei
unterschiedliche Ansätze zur Auseinandersetzung mit Architektur und
Medium.
Jänner 2026 – Selina Reiterer
Selina Reiterer (*1985 in Bregenz) arbeitet an der Schnittstelle
von Textilkunst, Klanganalyse und Materialforschung. Ihre
Installation für die „Kunsthalle FRO“ nimmt die visuelle und
akustische Struktur im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg als
Ausgangspunkt. Die Arbeit besteht aus gespannten Textilkörpern, die
an analoge Bildträger erinnern und räumliche Reize aufnehmen. Licht,
Schall und Bewegung im Raum verändern deren Wahrnehmung. Reiterer
untersucht, wie ein Raum, der normalerweise der technischen
Bildproduktion dient, selbst zu einem Bildträger werden kann. Durch
die textile Umsetzung entsteht ein System, das den Ausstellungsraum
nicht darstellt, sondern dessen Bedingungen erfahrbar macht.
Juni 2026 – Mathias Garnitschnig
Mathias Garnitschnig (*1979 in Bregenz) studierte Bildhauerei an
der Universität für angewandte Kunst Wien. Seine Arbeiten befassen
sich mit der Beziehung von Körper und Objekt im Raum. Für die
„Kunsthalle FRO“ entwickelt er eine großformatige Sitzskulptur, die
sich in Maßstab und Form bewusst auf die Architektur vom ORF-
Landesfunkhaus Vorarlberg bezieht. Die Installation besetzt den Raum
wie ein funktionales Objekt, verändert jedoch dessen Nutzung.
Besucherinnen und Besucher können die Skulptur betreten oder benutzen
und werden so Teil der räumlichen Situation. Garnitschnig untersucht,
wie sich Wahrnehmung verändert, wenn ein Raum, der üblicherweise klar
definierten Abläufen dient, durch eine skulpturale Intervention neu
strukturiert wird.
September 2026 – Elena Apollonio
Elena Apollonio (*1989 in Bregenz) absolvierte 2022 ihr Diplom in
Grafik und Druckgrafik. Die Ausstellung in der „Kunsthalle FRO“ ist
ihr Ausstellungsdebüt in Vorarlberg. Sie entwickelt ein
raumgreifendes Konstrukt aus zahlreichen gemalten und plastisch
weitergeführten Einzelteilen. Diese Module orientieren sich an den
räumlichen Linien, Kanten und Übergängen im ORF-Landesfunkhaus
Vorarlberg und breiten sich über Boden- und Wandzonen hinweg aus. Die
Einzelteile besitzen eigene Oberflächen und Formen, fügen sich jedoch
zu einem zusammenhängenden System. Die Installation reagiert präzise
auf den architektonischen Kontext und strukturiert den Raum neu.
Besucherinnen und Besucher bewegen sich zwischen den Elementen und
nehmen den Ausstellungsraum in seiner materiellen und funktionalen
Beschaffenheit bewusster wahr.
Über die „Kunsthalle FRO“
„FRO“ ist ein Anagramm des Wortes „ORF“. Kurator und Titelgeber
Marbod Fritsch eröffnet mit dieser Umdrehung des Wortes „ORF“ neue
und ungewohnte Perspektiven auf den öffentlich-rechtlichen Regional-
Broadcaster. Mit der Reihe „Kunsthalle FRO im ORF-Landesfunkhaus“
möchte der ORF Vorarlberg Künstlerinnen und Künstlern, die entweder
hier geboren wurden, leben und arbeiten oder in einer anderen Form
mit dem Land in Verbindung stehen, die Möglichkeit bieten, sich
inhaltlich oder formal mit dem spannenden und ungewöhnlichen
Ausstellungsraum im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg, dem
Medienunternehmen ORF und dessen breitem Publikum
auseinanderzusetzen.
Markus Klement, Landesdirektor ORF Vorarlberg: „Mit den Arbeiten
von Selina Reiterer, Mathias Garnitschnig und Elena Apollonio wird
das ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg selbst zum inspirierenden
Resonanzkörper. Die drei Ausstellungen laden dazu ein, unser Haus aus
völlig neuen Perspektiven wahrzunehmen. Herzlichen Dank an Kurator
Marbod Fritsch für seine visionäre kuratorische Leitung.“
Marbod Fritsch, Kurator „Kunsthalle FRO“: „Das Jahresprogramm
2026 zeigt die beeindruckende Bandbreite zeitgenössischer Kunst in
Vorarlberg – von textilen Räumen bis zu skulpturalen Interventionen.
Ich freue mich sehr über das kontinuierliche Engagement des ORF
Vorarlberg, der diese Auseinandersetzungen ermöglicht und so die
regionale Kunstszene verlässlich begleitet.“