Wien (OTS) – Kaup-Hasler: „Mit dem Tod von Georg Baselitz verliert
Europa einen
der prägendsten Künstler der Gegenwart – und wir verlieren einen
Maler, der mit seinem Werk Perspektiven physisch wie metaphorisch
wortwörtlich auf den Kopf stellen konnte.“
Georg Baselitz, geboren als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz in
Sachsen, hat aus den Erfahrungen von Zerstörung und Neubeginn nach
dem Zweiten Weltkrieg eine unverwechselbare künstlerische Haltung
entwickelt. Sein Werk war getragen von der tiefen Überzeugung, dass
Kunst nicht ordnen, sondern hinterfragen muss.
International wurde Baselitz seit den 1970er-Jahren mit seinen
expressiven, figurativen Gemälden bekannt. Seine auf den Kopf
gestellten Motive wurden zu einem Markenzeichen, das weit über die
Kunstwelt hinauswirkte.
Österreich war für Georg Baselitz mehr als ein Wirkungsort – es
war eine zweite künstlerische Heimat. Als Wahl-Salzburger blieb er
der Kulturlandschaft eng verbunden. Noch in diesem Jahr widmet ihm
das Museum der Moderne Salzburg eine umfassende Doppelausstellung,
die den Bogen von seinen frühen Arbeiten bis hin zum monumentalen
Spätwerk spannt – ein eindrucksvolles Zeugnis eines lebenslangen
künstlerischen Ringens.
„Mit seinem Abschied verlieren wir einen Künstler, dessen Werk
bleiben wird. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, Freund*innen
und bei allen, die ihn begleitet haben,“ so Kaup-Hasler
Georg Baselitz wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Österreichischen
Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.