Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien
und Sport (
BMWKMS) hat heute den Kunst- und Kulturbericht 2024 veröffentlicht.
Dieser steht elektronisch zum Download auf der Website des BMWKMS zur
Verfügung ( https://tinyurl.com/4ntx84bs ).
„Kunst ist eine wichtige Säule der Demokratie. Sie fördert
Meinungsfreiheit, kritischen Diskurs und Reflexion. Dies macht sie
für eine offene und liberale Gesellschaft unerlässlich. Was wir in
Kunst investieren, geht daher nie ins Leere, sondern ist per se
sinnvoll angelegt“, so Bundesminister für Kunst und Kultur,
Vizekanzler Andreas Babler.
Die Gesamtausgaben des Kulturressorts beliefen sich im Jahr 2024
auf rund 632,49 Mio. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2023 (569,87 Mio.)
bedeutet das ein Plus von 62,62 Mio. oder 10,9 Prozent. „In Zeiten
der Budgetsanierung haben wir allerdings keine andere Wahl: Wir
müssen eine Förderpolitik im Sinne der Nachhaltigkeit vertreten, die
dennoch einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur
gewährleistet und Vielfalt gedeihen lässt“, führt der Kulturminister
dazu weiter aus.
2024 wurden wesentliche kulturpolitische Meilensteine erreicht.
Allein für Fair-Pay-Maßnahmen wurden insgesamt 9,9 Millionen Euro
bereitgestellt. Davon flossen 6,8 Millionen Euro in die Sparten
darstellende Kunst, Musik und bildende Kunst. Die Weiterführung der
Fair-Pay-Maßnahmen ist wegweisend, da diese nicht nur zur besseren
sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden beitragen,
sondern auch eine gesellschaftliche Debatte über faire
Arbeitsbedingungen in der Kulturbranche angestoßen haben.
Mit der Novelle des Denkmalschutzgesetzes wurde 2024 ein
wichtiger Schritt im Bereich Baukultur und Denkmalschutz vollzogen:
Erstmals wurde das UNESCO-Welterbe gesetzlich verankert, verstärkte
Maßnahmen gegen den Verfall von Kulturgütern eingeführt und
klimaschonende Umbauten rechtlich berücksichtigt. Die neu gegründete
Baukultur-Koordinationsstelle auf Bundesebene fungiert seitdem als
Plattform zur Sicherung von Qualität und Nachhaltigkeit im Bauwesen –
ein bedeutender Fortschritt im Schutz des kulturellen Erbes.
Die Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl – Salzkammergut 2024
zählt zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres. Mit über 300
Veranstaltungen und rund 825.000 Besucher:innen hat dieses
Leuchtturmprojekt nachhaltige Impulse gesetzt. Die Auseinandersetzung
mit Themen wie kulturelle Nahversorgung, die Rolle von Frauen im
ländlichen Raum, Nachhaltigkeit, Mobilität und eine reflektierte
Erinnerungskultur verdeutlichten die Relevanz solch regionaler
Initiativen für Europa.
Auf dem Gebiet der Digitalisierung wurde mit dem Relaunch der
Plattform Kulturpool ein Durchbruch erzielt: Über 1,5 Millionen
digitalisierte Kulturobjekte aus österreichischen Sammlungen sind nun
öffentlich zugänglich. Ebenso wurde die künstlerische
Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz durch gezielte
Fördermaßnahmen unterstützt. Die federführende österreichische Rolle
bei der Entwicklung des europäischen Kulturdatenraums unterstreicht
die Vorreiterfunktion im digitalen Sektor.
Auch die internationale Kulturpolitik und humanitäre
Unterstützung nimmt einen hohen Stellenwert ein. 2024 wurden mit mehr
als zwei Millionen Euro ukrainische Kulturschaffende in Österreich
unterstützt. Das „Office Ukraine. Support for Ukrainian Artists“
etablierte sich als europaweites Vorzeigemodell für gelebte
Solidarität im Kulturbereich. Weiterführende internationale
Partnerschaften, etwa im Rahmen des Programms FOCUS INTERNATIONAL mit
dem Kosovo und Südafrika, stärken die Strahlkraft österreichischer
Kultur weit über die Landesgrenzen hinaus.
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport
Simon Doujak
Pressesprecher des Bundesministers für Kunst und Kultur
Telefon: +43 1 716 06-664452
E-Mail: [email protected]