Wien (OTS) – Ein ewiges Feuer als Mahnmal für die Opfer des
Nationalsozialismus:
Mit seiner jüngsten Kunstintervention „Der ewig brennende Flakturm“
fordert der Wiener Künstler Zino Weinstein, die Krone des Augarten-
Flakturms dauerhaft in Flammen erscheinen zu lassen. Die begleitende
Petition hat bereits über 1.150 Unterschriften gesammelt.
Das Feuer soll mithilfe von Wassernebel und LED-Beleuchtung
entstehen – ohne tatsächliche Verbrennung. Zu besonderen Anlässen,
etwa der Vienna Pride, könnte die Installation in Regenbogenfarben
erstrahlen.
Mit dem Projekt möchte Weinstein eine Debatte über Österreichs
Umgang mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit und die
Bedeutung der Erinnerungskultur angesichts fortbestehenden
Antisemitismus, Homophobie und Rassismus anstoßen.
„Die Vergangenheit ist nicht vergangen, solange ihre Ideologien
weiterleben. Der Flakturm soll nicht länger stumm über Wien stehen,
sondern als ewiges Mahnmal an die Opfer des Nationalsozialismus
erinnern.“ – Zino Weinstein
Die Intervention bildet den dritten und abschließenden Akt des
Wiener Triptychons „Volksbegehren des Geistes“ . Nach der Coronasäule
und dem Turmbau zu Wien , der Forderung nach der Vollendung des
Stephansdom-Nordturms, widmet sich Weinstein nun dem
nationalsozialistischen Erbe der Stadt.
Die bewusst utopische Forderung ist Teil seiner künstlerischen
Methode: Die öffentliche Debatte wird selbst zum Bestandteil des
Kunstwerks – einer „Demokratieskulptur“.
Das Volksbegehren des Geistes soll künftig auch in Paris, Prag,
Berlin und London fortgesetzt werden.
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