Wien (OTS) – „Was die Bundesregierung aktuell mit älteren
Arbeitnehmer:innen
vorhat, grenzt geradezu an Sabotage ihrer eigenen Politik. Sie hat
sich zum Ziel gesetzt, ältere Menschen bis zum gesetzlichen
Pensionsantrittsalter in Beschäftigung zu halten und so das effektive
Pensionsantrittsalter zu erhöhen“, zeigt sich Markus Koza, Arbeits-
und Sozialsprecher der Grünen angesichts der heute angekündigten
Verschärfung der Altersteilzeit alarmiert. Laut NEOS-Sozialsprecher
Gasser soll Altersteilzeit künftig nur noch aus gesundheitlichen
Gründen in Anspruch genommen werden können.
„Nach der von der Regierung geplanten Wiedereinführung von FLAF-
und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen für ältere Beschäftigte macht
die Regierung die Beschäftigung von Menschen über 60 für die Betriebe
gleich noch einmal teurer. Die de facto-Abschaffung der
Altersteilzeit für eine breite Arbeitnehmer:innengruppe ist eine
weitere Maßnahme, die es älteren Menschen schwerer macht, bis 65 zu
arbeiten,“ kritisiert Koza.
Alternsgerechte Arbeitszeitmodelle – wie die Altersteilzeit –
sind wichtige Instrumente, damit Menschen länger in Beschäftigung
bleiben können. „Die Regierungspolitik ist an Widersprüchlichkeit
kaum mehr zu überbieten – so wie sie aktuell agiert, drohen höhere
Altersarbeitslosigkeit und höhere Kosten statt Einsparungen im
Pensionssystem – weil natürlich wer kann, in die Pension ‚flüchten‘
wird.“
Koza abschließend: „Statt endlich ein Bonus-Malus-System
umzusetzen – das Betriebe finanziell belohnt, die viele ältere
Menschen beschäftigen, und den Betrieben einen finanziellen Beitrag
abverlangt, die wenige beschäftigen – geht die Bundesregierung auf
Zickzackkurs, der älteren Beschäftigten Jobperspektiven raubt und nur
Unsicherheiten für die Betroffenen bringt. So schafft man jedenfalls
weder Vertrauen in die Politik noch zusätzliche Jobs.“