St. Pölten (OTS) – „Die Nerven der Pendlerinnen und Pendler wurden
wohl noch nie so
strapaziert wie in diesem Sommer. Wer mit den Öffis unterwegs ist,
musste sich mit Sperren, Ausfällen und Problemen auseinandersetzen.
Wer auf das Auto angewiesen ist, muss angesichts der hohen
Spritpreise jede Tankfüllung zweimal überlegen. Dieser Zustand ist
schlicht nicht länger hinnehmbar“, kritisiert Josef Hager,
Bundesobmann-Stellvertreter der Pendlerinitiative Austria.
Mit der Spritpreisbremse sei zwar ein erster Schritt gesetzt
worden, gleichzeitig drohe aber bereits die nächste Belastung: „Kaum
gibt es eine erste kleine Entlastung für Autofahrerinnen und
Autofahrer, kommt aus Wien die nächste Hiobsbotschaft: Das Wiener
Jahresticket und auch die Einzelfahrscheine sollen teurer werden. Das
kann und darf so nicht weitergehen“, ist sich Hager sicher und wird
noch deutlicher: „Pendlerinnen und Pendler sind nicht die Melkkuh der
Nation!“
„Diese Menschen sind auf das Auto oder die öffentlichen
Verkehrsmittel angewiesen, um überhaupt zu ihrem Arbeitsplatz zu
kommen. Sie leisten täglich ihren Beitrag für unsere Gesellschaft und
zahlen Steuern und Abgaben. Es ist daher völlig falsch, gerade jene
Menschen, die zur Arbeit pendeln müssen, immer stärker zur Kasse zu
bitten“, betont Hager.
Hager nimmt deshalb die politisch Verantwortlichen in die Pflicht
– insbesondere Verkehrsminister Peter Hanke, Verkehrslandesrat Udo
Landbauer und Verkehrsstadträtin Ulli Sima: „Es braucht jetzt einen
gemeinsamen Kraftakt statt täglich neuer Hiobsbotschaften. Die
Politik muss dafür sorgen, dass Mobilität für Pendlerinnen und
Pendler leistbar bleibt – unabhängig davon, ob sie mit dem Auto oder
den Öffis unterwegs sind.“
„Ziehen wir endlich gemeinsam an einem Strang und sorgen wir
dafür, dass Pendeln wieder leistbar wird. Unsere Pendlerinnen und
Pendler haben Entlastung verdient – und keine weiteren Belastungen“,
so Bundesobmann-Stellvertreter Josef Hager abschließend.