KORREKTUR zu OTS0110 vom 04.02.2026: BLICKWECHSEL deckt auf: Gesunder Frau wegen Krebsverdachts Teil der Lunge entfernt

Wals (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
In der vorangegangenen Fassung wurde irrtümlich anstelle des „LKH
Graz II“ das „LKH Graz“ genannt. Der Fehler wurde korrigiert.

Fieber, Schüttelfrost und körperliche Schwäche: Mit
diesen Symptomen
kommt eine 48-jährige Frau im September 2024 ins LKH Graz II. Ihre
Entzündungsparameter sind erhöht. Die Ärzte verordnen ein CT des
Brustkorbs, das zeigt entzündliche, aber keine tumorösen Strukturen.
Zur weiteren Abklärung entnehmen die Ärzte eine Gewebeprobe. Das
Ergebnis des histologisch pathologischen Befundes: Adenokarzinom,
also Lungenkrebs. Man rät ihr zu einer schnellen Operation, um den
Tumor zu entfernen. In einer Privatklinik wird sie operiert. Nach der
OP stellt sich heraus: Die Frau war gesund, sie hatte nie
Lungenkrebs.

Karin Prutsch-Lang, Anwältin:
„Wir werfen vor, dass eine falsche Befundung dazu geführt hat, dass
ein Teil eines Organs entnommen wurde, ohne dass jemals Krebs vorlag
und die Patientin nun dauerhafte Schäden hat – sie hat eine 15-17 cm
lange Narbe, die zu Taubheitsgefühl führt, ihre Leistungsfähigkeit
ist erheblich eingeschränkt, sie hat schwere Angstzustände und hat
aus Sorge vor dem Tod vor der OP bereits Abschiedsbriefe an ihre
Familie verfasst.“

Anwältin Karin Prutsch-Lang fordert eine Entschädigung der KAGes, der
steiermärkischen Krankenanstalten. Auf BLICKWECHSEL-Anfrage heißt es:

“Das Gericht wird den komplexen Sachverhalt klären. Wir bitten um
Verständnis, dass aufgrund des laufenden Verfahrens aktuell seitens
der KAGes keine Stellungnahme abgegeben werden kann.”

Erst vergangene Woche ist der Fall einer jungen Frau, der eine
gesunde Gebärmutter entfernt wurde, bekannt geworden. Eine
Gewebeprobe sei kontaminiert gewesen, so das Linzer Kepler-Klinikum.
Wie kann es zu solchen Fehlern in den heimischen Labors kommen?
Fehldiagnosen gibt es immer wieder, das zeigen auch internationale
Studien. Für die Patienten haben sie fatale Folgen. Betroffene
schildern bei „BLICKWECHSEL“ ihren Leidensweg.

Mehr dazu sehen Sie im ServusTV-Nachrichtenmagazin „BLICKWECHSEL“ am
Donnerstag, den 5. Februar, live ab 21:15 Uhr bei ServusTV und
ServusTV On. Weitere Themen hier .

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