KORREKTUR zu OTS0099 vom 28.05.2026: Wiener Grüne kritisieren Umgang mit Sperre der S-Bahn-Stammstrecke

Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Erster Absatz neu: Es handelt sich nicht um eine „Vollsperre“.

Die ÖBB modernisieren die Wiener S-Bahn-Stammstrecke und
machen die
Infrastruktur fit für die kommenden Jahrzehnte. Dafür ist von 7.
September 2026 bis Ende Oktober 2027 eine Sperre zwischen Wien
Praterstern und Wien Hauptbahnhof notwendig. Damit Wien auch während
der Bauphase verlässlich mobil bleibt, haben die ÖBB und Wiener
Linien gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung
ein umfangreiches Ersatzkonzept entwickelt. Dabei wird auf die Stärke
des gesamten leistungsfähigen Öffi-Netzes gesetzt, um Wien auch
während der Bauarbeiten mobil zu halten.

Weitere Informationen zur Stammstreckensperre finden Sie unter:

https://www.oebb.at/stammstreckensperren

Die Wiener Grünen befürchten angesichts der geplanten Vollsperre
der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Meidling ab Anfang
September einen „massiven Stresstest“ für den gesamten Wiener Verkehr
und fordern umfassende Entlastungsmaßnahmen im Öffi-Netz. Die
geplante Modernisierung der ÖBB-Trasse werde zwar langfristig die
Qualität und Kapazität verbessern, die etwa eineinhalbjährige
Unterbrechung der stark frequentierten Strecke bringe aber große
Herausforderungen für die Fahrgäste mit sich, sagte der nicht
amtsführende Stadtrat Peter Kraus heute bei einer Pressekonferenz.

Die Grünen haben bei Verkehrsforscher Harald Frey von der TU Wien
eine Studie zu den Auswirkungen der S-Bahn-Sperre in Auftrag gegeben.
Demnach sei durch den Wegfall der S-Bahn in Spitzenzeiten mit mehr
als 11.000 zusätzlichen Fahrgästen pro Stunde zu rechnen, die auf
andere Verkehrsmittel ausweichen müssen. Die Grünen fordern daher
unter anderem massive Intervallverdichtungen bei U-Bahnen und
Straßenbahnen mit teils zwei-Minuten-Intervallen, eine konsequente
Bevorzugung für Öffis an Ampeln sowie ein Freihalten von Gleisen für
ein störungsfreies Vorankommen der Straßenbahnen.

Um Überlastung und damit gefährliche Situationen in großen
Knotenpunkten wie Hauptbahnhof, Wien Mitte oder Praterstern zu
vermeiden, regen die Grünen zusätzliche Sicherheits- und
Lenkungsmaßnahmen an – etwa Lots*innen, Piktogramme und Durchsagen in
den Stationen. Die TU-Studie empfiehlt außerdem 1.500 zusätzliche
Räder in Bikesharing-Systemen an Umsteigeknoten als Alternative zur S
-Bahn. Kraus erneuerte außerdem seine Forderung nach einer
Wiederauflage des 365-Euro-Tickets für die Wiener Öffis.

Weitere Informationen: Grüner Klub im Rathaus, Kommunikation,
Tel.: 01 4000-81814 (Schluss) wei