Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Videodolmetsch-Unternehmen SAVD verschlechtert Rahmenbedingungen –
Honorarerhöhung gleicht den Inflationsverlust nicht aus
Videodolmetsch-Unternehmen SAVD ändert seine Bedingungen
zu Ungunsten
der freiberuflichen Dolmetscherinnen und Dolmetscher.
Wie dem österreichischen Verband für Dolmetschen und Übersetzen,
UNIVERSITAS Austria, zugetragen wurde, hat SAVD mit Wirkung zum 1.
August neue Rahmenverträge mit einem Großteil der für sie tätigen
freiberuflichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern geschlossen. Laut
Information der SAVD GmbH handelt es sich bei dem neuen Honorarschema
um ein Pilotprojekt. Dabei sollen Bestandteile des Honorars (
Bereitschaft, Mindestpauschale) wegfallen, die Minutenhonorare für
die anspruchsvolle Tätigkeit allerdings geringfügig erhöht werden.
Laut dem Verband vorliegenden Informationen ist zu befürchtet, dass
diese neuen Rahmenbedingungen für Freiberuflerinnen und Freiberufler
eine Verschlechterung mit sich bringen.
UNIVERSITAS Austria weist an dieser Stelle darauf hin, dass
Telefon- und Videodolmetschen höchst anspruchsvolle Tätigkeiten sind,
die eine hohe Qualifikation und somit auch eine angemessene Vergütung
erfordern: nicht nur aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen
Settings, in denen jeweils präzises Fachwissen erforderlich ist,
sondern auch aufgrund der fordernden, oftmals heiklen Themen der
Gespräche, die auch emotional belastend sein können.
Die SAVD Group, entstanden nach Übernahme des Münchner
Wettbewerbers LingaTel durch SAVD Videodolmetschen GmbH im Jahr 2024,
hat mit der Übernahme des Kölner Anbieters Dolatel im April 2025 ihre
führende Marktposition als Anbieter von Video- und
Telefondolmetschleistungen im öffentlichen Bereich in Österreich und
Deutschland weiter verstärkt.
Wie auch der deutsche Bundesverband für Dolmetscher und
Übersetzer (BDÜ) sieht UNIVERSITAS Austria in den neuesten
Entwicklungen der SAVD eine Ausnutzung der marktbeherrschenden
Stellung des Unternehmens auf Kosten der Dolmetscherinnen und
Dolmetscher und appelliert an ihre Mitglieder, die neuen Verträge vor
Unterzeichnung kritisch zu hinterfragen.