KORREKTUR zu OTS0053 vom 05.12.2025: Ein offener Brief an die Bundesregierung: MEHR für Mentoring – MEHR für Österreich

Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Wir korrigieren hiermit unsere Pressemitteilung zum Tag des
Ehrenamts: ‚Ein offener Brief an die Bundesregierung: MEHR für
Mentoring – MEHR für Österreich‘.
In der ursprünglichen Meldung wurde ein fehlerhaftes Arbeitsdokument
verwendet. Wir bedauern diesen Fehler und bitten um Ihr Verständnis.

Sehr geehrter Herr Vizekanzler Babler,

sehr geehrte Frau Bundesministerin Schumann,

sehr geehrter Herr Bundesminister Hattmannsdorfer,

sehr geehrter Herr Bundesminister Wiederkehr,

am heutigen Tag des Ehrenamts möchten wir stellvertretend für
tausende freiwillig engagierte Mentorinnen und Mentoren in ganz
Österreich einen Appell an Sie richten:

Zwtl.: Stärken Sie freiwilliges, soziales Mentoring als zentrale
Zukunftsressource unseres Landes!

Österreich zählt zu den engagiertesten Ländern Europas. Jede
dritte Person engagiert sich freiwillig, viele davon für junge
Menschen. Doch ein Bereich bleibt nach wie vor unterfinanziert,
unterrepräsentiert und in seiner gesellschaftlichen Bedeutung
unterschätzt: das soziale Mentoring. Eine erwachsene Person, die
einem jungen Menschen Zeit schenkt, ihm zuhört, ihn stärkt und
begleitet – das ist weder ein Luxus noch ein „Nice-to-have“.

Zwtl.: Ehrenamt ist Teil unserer gelebten Kultur

Freiwilliges Engagement ist ein kulturelles Gut. Es verbindet
Menschen generationenübergreifend, schafft Räume der Zugehörigkeit
und macht unsere Gesellschaft resilient. Mentoring verkörpert genau
dieses kulturelle Versprechen: Beziehungen, die tragen, Werte, die
verbinden, und gemeinsames Lernen, das unsere Gesellschaft stärkt.

Zwtl.: Mentoring ist ein sozialer Schutzfaktor

Einsamkeit, psychische Herausforderungen, fehlende
Unterstützungssysteme: Junge Menschen stehen vor wachsenden
Belastungen. Mentoring wirkt hier präventiv durch persönliche,
stabile Beziehungen, in denen Vertrauen wachsen kann. Es ergänzt
systemische Angebote, entlastet Fachkräfte und stärkt Kinder und
Jugendliche dort, wo Hilfe selten ankommt: im Alltag.

Zwtl.: Chancengerecht in die Arbeitswelt starten

Viele junge Menschen scheitern nicht an fehlender Motivation,
sondern an fehlenden Netzwerken und mangelnder Orientierung. Mentor*
innen vermitteln Perspektiven, öffnen Türen zur Arbeitswelt und
begleiten beim Übergang von der Schule ins Berufsleben – oft mit
messbaren Erfolgen.

Zwtl.: Eine starke Ergänzung für das Bildungssystem

Mentoring schafft, was Schulen allein nicht leisten können:
zeitintensive, individuelle Zuwendung und Unterstützung über den
Unterricht hinaus. Mentor*innen stärken Bildungswege, entlasten
Lehrpersonen und fördern Lernmotivation und Resilienz.

Zwtl.: Nutzen Sie dieses Potenzial. Stärken Sie es. Und lassen Sie
uns gemeinsam Zukunft gestalten.

Wir laden Sie ein, Mentoring als gesellschaftliche
Zukunftsinvestition zu verstehen und als Minister*innen in
Regierungsverantwortung folgende Schritte umzusetzen:

1. Schaffung einer eigenen Förderlinie für Mentoringprogramme,
die bundesweit gilt und Dachverbandsstrukturen inkludiert.

2. Verankerung von Mentoring in relevanten Strategien der
Bereiche Bildung, Soziales, Jugend, Arbeitsmarkt.

3. Sichtbare Anerkennung des Engagements der über 10.000 Mentor*
innen, die österreichweit freiwillig Kinder und Jugendliche
begleiten.

4. Langfristige Absicherung von Programmen, die Lebenswege
nachweislich positiv beeinflussen.

Zum Tag des Ehrenamts sagen wir allen Mentorinnen und Mentoren
DANKE.

Für Ihre Zeit. Ihre Beziehungen. Ihre Wirkung.

Mit freundlichen Grüßen

Mentoring Austria

Dachverband für Kinder- und Jugendbegleitung