Wien (OTS) – „Mehr Geld für Prävention, den Ausbau der
niedergelassenen Versorgung
und medizinischen Hauskrankenpflege ist ein richtiger Schritt.
Entscheidend ist aber, dass diese Mittel rasch bei den Menschen
ankommen – mit kürzeren Wartezeiten, mehr Kassenärztinnen und
Kassenärzten und besserer Versorgung vor Ort“ , sagt
Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec zur heutigen Präsentation des
Gesundheitsreformfonds.
„Viele Seniorinnen und Senioren erleben seit Jahren, wie
schwierig es geworden ist, rasch Termine und wohnortnahe Versorgung
zu bekommen. Gerade für die ältere Generation sind ein
funktionierendes Gesundheits- und Pflegesystem entscheidend“ , so
Korosec, die auch den Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitssystem
– Stichwort Telemedizin – für „wichtig und richtig“ hält, aber auch
hier einfordert, dass es „natürlich immer die Wahlfreiheit zwischen
analog und digital geben muss” .
Sparen im System, nicht bei den Leistungen
Kritisch sieht Korosec Aussagen von ÖGK-Obmann Peter McDonald:
„Wenn Sparen durch Leistungskürzungen als Erfolg bezeichnet wird, ist
das der falsche Weg. Den Gürtel enger zu schnallen, darf nicht auf
Kosten der Patientinnen und Patienten passieren. Gespart werden muss
im System – durch effizientere Strukturen, nicht durch weniger
Leistungen.“
PensionistInnen mit 7,4 Mrd. EUR zweitgrößter Beitragszahler der
ÖGK – Korosec fordert Stimmrecht
„Die Pensionistinnen und Pensionisten speisen diesen Fonds mit
den Erhöhungen der Krankenversicherungsbeiträge – daher braucht es
auch spürbare Verbesserungen ganz besonders für sie – und das rasch!“
, so Korosec und kritisiert einmal mehr das fehlende Mitspracherecht:
„2025 haben die Pensionistinnen und Pensionisten 7,4 Mrd. EUR
Krankenversicherungsbeiträge gezahlt. Damit sind sie mit Abstand
zweitgrößter Beitragszahler der ÖGK und haben trotzdem kein
Mitspracherecht. Daher verlange ich wiederholt ein Stimmrecht für die
Senioren in der ÖGK!“