Korosec: „Eine interessante Idee von Christian Stocker für das Pensionssystem“

Wien (OTS) – Bundeskanzler Christian Stocker regte im
ORF-Sommergespräch beim
Thema Pensionen an, die Hälfte der Gewinne aus Staatsbeteiligungen in
einem Staatsfonds anzulegen, um das staatliche Pensionssystem
langfristig abzusichern – er nennt als Größenordnung etwa 700
Millionen Euro pro Jahr. „Das ist ein interessanter Denkanstoß, über
den es sich auf breiter Ebene zu debattieren lohnt“, sagt
Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec.

Korosec sagt, dass neue Denkansätze auch in der Pensionsdebatte
wichtig seien: „Mit den alten Denkmustern und Rezepten werden wir die
neuen Herausforderungen nicht meistern können. Ich verweise etwa auf
den Arbeitsmarkt, der sich durch KI grundsätzlich verändern wird.
Daher ist ein breiter und ideologiefreier Diskurs nötig.“

Sie sei erfreut, dass das auch der Kanzler so sieht – und die
dringende Notwendigkeit, das faktische Pensionsantrittsalter an das
gesetzliche heranzubringen, sagt Korosec: „Schon jetzt finden
Menschen ab 50 nur schwer einen Job. Hier wird offensichtlich
vergessen, dass Arbeitnehmer mit 50 noch ein Drittel ihres
Berufslebens vor sich haben. Viele gehen aus der Arbeitslosigkeit
oder dem Krankenstand in die Pension. Daher sind wirksame Maßnahmen –
alter(n)sgerechte Arbeitsplätze, Prävention, Schulungen etc. –
notwendig.“