Wien (OTS) – Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) feiert
heuer sein 50-
jähriges Bestehen und lud am 13. Oktober 2025 zur
Jubiläumsveranstaltung im Raiffeisen Forum ein. KSÖ-Präsident Michael
Höllerer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich
und Wien, eröffnete die Veranstaltung. Danach zog Innenminister
Gerhard Karner in seiner Festrede einen Vergleich zwischen den
sicherheitspolitischen Herausforderungen von vor 50 Jahren zu jenen
von heute.
„Vor 50 Jahren gab es genauso wie auch heute Herausforderungen im
Bereich der Sicherheit, aber die Art der Kriminalität hat sich
verändert. Von Banküberfällen hin zu Cyberangriffen, von kriminellen
Gruppierungen hin zu radikalisierten Einzeltätern. Umso wichtiger ist
ein enger Schulterschluss der Sicherheitsbehörden und der Wirtschaft.
Es braucht ein Bollwerk für die Sicherheit in unserem Land. Dabei
wird das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich – genauso wie in den
vergangenen 50 Jahren – eine ganz wesentliche Rolle spielen, davon
bin ich überzeugt“, sagte Innenminister Gerhard Karner.
Nach einer Filmvorführung „50 Jahre KSÖ“ diskutierten
Innenminister Gerhard Karner und Innenminister außer Dienst, Karl
Schlögl, über die „Sicherheitspolitik im Wandel der Zeit“. Eine
Keynote von Kriminal- und Geheimdienstanalyst Marc Torben Hofmann zum
Thema „Der Faktor Mensch“ und ein Ausblick von KSÖ-Generalsekretär
Alexander Janda rundeten das Programm ab.
Österreich damals wie heute eines der sichersten Länder der Welt
„Eines steht fest: Österreich war damals und ist auch heute eines
der sichersten Länder der Welt“, betonte Innenminister Gerhard Karner
in seiner Festrede. Dennoch habe sich die Sicherheitslage in den
vergangenen Jahren spürbar verändert – sowohl in der Art der
Kriminalität als auch in der Art, wie über sie berichtet wird.
Sorge vor Anschlägen habe es, so Karner, sowohl früher als auch
heute gegeben. Positiv sei jedoch, dass Gewaltdelikte und Einbrüche
in den Wohnraum zurückgegangen seien. Auffällig sei hingegen die
zunehmende Verlagerung der Kriminalität in den digitalen Raum.
Während sich die Menschen früher über Tageszeitungen und
Nachrichtensendungen informierten, erhalten sie heute Push-
Nachrichten über jede Gewalttat direkt aufs Smartphone. „Das
verändert das subjektive Sicherheitsgefühl“, erklärte der
Innenminister.
Zusammenarbeit und Weiterentwicklung als zentrale Aufgabe
Um auf diese Entwicklungen angemessen reagieren zu können,
brauche es vor allem „enge Zusammenarbeit und ein Bollwerk für die
Sicherheit in diesem Land“, betonte Karner und verwies auf die
aktuellen Herausforderungen in den Bereichen illegale Migration,
Cybercrime sowie auf die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz
in der Sicherheitsarbeit.
Ein sichtbares Zeichen dafür sei der KSÖ-Sicherheitspreis, mit
dem herausragende Leistungen des Sicherheitsnetzwerks aus Exekutive,
Wirtschaft, Wissenschaft und Medien gewürdigt werden.
KSÖ seit 50 Jahren enger Partner des Innenministeriums
Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) wurde 1975
gegründet und engagiert sich seither für Sicherheit, Prävention und
gesellschaftliche Verantwortung. Bereits in den Anfangsjahren setzte
das KSÖ mit Kampagnen wie „Hände weg von Waffen und Sprengmitteln“
sowie Enqueten zu Themen wie Kindeswohl, Versicherungsbetrug und
Drogenmissbrauch wichtige Akzente in der öffentlichen
Bewusstseinsbildung. Aktuelle Schwerpunkte liegen in den Bereichen
Gewaltprävention, Schutz kritischer Infrastrukturen, Deep Fakes,
Künstliche Intelligenz und Krisenmanagement.