Wien (OTS) – Das Knödelfest in St. Johann zog heuer rund 13.000
Besucherinnen und
Besucher an. Im Rahmen der Veranstaltung führte das Amt für
Betrugsbekämpfung, Bereich Finanzpolizei, Kontrollen bei den
teilnehmenden Gastronomiebetrieben durch.
Sieben Finanzpolizistinnen und Finanzpolizisten kontrollierten am
Samstag stichprobenartig die Einhaltung der gesetzlichen
Bestimmungen. Ein Schwerpunkt lag auf der ordnungsgemäßen Anmeldung
der beschäftigten Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer zur
Sozialversicherung.
„Große Veranstaltungen sollen Unterhaltung bieten und für alle
eine gute gemeinsame Zeit ermöglichen. Sie müssen aber auch fair für
alle ablaufen. Und das bedeutet, dass sich alle an die Regeln halten
müssen. Daher gilt natürlich auch hier unser Motto: Null Toleranz für
Steuer- und Abgabenbetrug. Das ist im Interesse der Gerechtigkeit und
aller Steuerehrlichen“, sagt Finanzminister Markus Marterbauer.
Insgesamt wurden neun der 20 vor Ort tätigen Gastronomiebetriebe
kontrolliert. Dabei traf die Finanzpolizei 64 Dienstnehmerinnen und
Dienstnehmer bei der Arbeit an. Bei 17 Personen lag keine
ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung vor. Das entspricht
mehr als einem Viertel der kontrollierten Beschäftigten.
Gegen die Verantwortlichen werden Anzeigen an die zuständige
Bezirksverwaltungsbehörde erstattet. Nach derzeitiger Einschätzung
ist mit Strafen in einer Gesamthöhe von rund 20.000 Euro zu rechnen.
Im Zuge weiterer finanzpolizeilicher Steueraufsichtsmaßnahmen
wird zudem überprüft, ob die im Zusammenhang mit dem Fest erzielten
Umsätze ordnungsgemäß erfasst und versteuert wurden.
Die Kontrollen der Finanzpolizei dienen der Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen bei Veranstaltungen und dem Schutz jener
Unternehmen, die ihre Beschäftigten ordnungsgemäß anmelden und ihren
steuerlichen sowie sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen
nachkommen.