Klinik Donaustadt testet Nierenkrebsimpfung – große internationale Studie mit rund 400 Patienten

Wien (OTS) – Ende des Jahres startet in der Klinik Donaustadt eine
Studie zu
Nierenkrebsimpfungen. Untersucht wird der Impfstoff eines Schweizer
Pharmaunternehmens. „Es handelt sich dabei um eine Immuntherapie aus
körpereigenem Tumormaterial. Dass dieser Ansatz grundsätzlich
funktioniert, konnte bereits gezeigt werden“, erklärt Martin
Marszalek, Leiter der Abteilung für Urologie und Andrologie der
Klinik Donaustadt. Und ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass wir in
der Klinik Donaustadt Krebs-Patient*innen auf höchstem Niveau
versorgen und zugleich in der Forschung sowie der Entwicklung neuer
Therapien eine wichtige Rolle spielen.“ Auch andere Spitäler im In-
und Ausland nehmen an der Studie teil. Insgesamt werden rund 400
Patient*innen untersucht. Erste Zwischenergebnisse erwartet der
Facharzt für Urologie und Andrologie nach rund einem Jahr.

Krebstherapien entwickeln sich stetig weiter. Der Fokus: eine
höhere Lebensqualität und eine möglichst geringe Belastung durch die
Behandlung. So könnte es bei Nierenkrebs bald einen therapeutischen
Impfstoff geben. Einige Patient*innen haben nach der operativen
Entfernung des Nierentumors ein hohes Risiko, dass der Krebs
wiederkommt. Aktuell werden dagegen Medikamente eingesetzt, die sehr
starke Nebenwirkungen haben können, z.B. Schilddrüsenunterfunktionen.
Teilweise sind diese sogar irreversibel und die Patient*innen müssen
lebenslang Medikamente nehmen. Daher wird nun an einer
nebenwirkungsarmen Therapie geforscht, bei der maximal klassische
Begleiterscheinungen einer Impfung, wie Schwellungen der
Einstichstelle, auftreten

Zwtl.: Weniger Aufwand für Patient*innen bei Verabreichung

Ein weiterer Vorteil wäre die einfache Anwendung. Während bei der
medikamentösen Therapie über ein Jahr lang mehrstündige Infusionen
nötig sind, würden wenige Impfgaben reichen. Da die Therapie
individuell auf die jeweiligen Patient*innen zugeschnitten wird, sind
die Kosten entsprechend hoch. Sollte der Impfstoff zugelassen werden,
wird er vorrangig Hochrisiko-Patient*innen zur Verfügung stehen.

Zwtl.: Organerhaltende Nierenkrebs-Entfernung dank Da Vinci-OP-
Roboter

Die meisten Nierenkrebs-Patient*innen sind nach einer operativen
Tumorentfernung geheilt. Dabei hat sich die Klinik Donaustadt auf
Eingriffe mit dem Da Vinci-OP-Roboter spezialisiert. Patient*innen
profitieren von besseren Ergebnissen durch höhere Präzision, weniger
Schmerzen und einer schnelleren Genesung. „Jährlich machen wir bei
Nierentumoren rund 120 Eingriffe mit roboterassistierter Chirurgie,
die es uns ermöglicht, auch sehr komplexe Nierentumore organerhaltend
zu operieren“, sagt Martin Marszalek.