Klarstellung Dr. Veronika Sandbichler / KHM-Museumsverband

Wien (OTS) – Der KHM-Museumsverband hat nunmehr in einer APA-Meldung
bekanntgegeben, dass das Kuratorium „lange vor der aktuellen medialen
Eskalation eine umfassende, unabhängige Überprüfung der gegen die
Geschäftsführung erhobenen Behauptungen“ beauftragt hat. Richtig ist,
dass Veronika Sandbichler erst gestern, 24. März 2026, von der
Unternehmensberatung Deloitte kontaktiert wurde.

Die Vorgangsweise des KHM-Museumsverbandes ist doppelt
ungenügend:

Zum einen wird die externe Revisionsprüfung des KHM-
Museumsverbandes nicht nur die Governance- und Compliance-Verstöße
der Geschäftsführung (wissenschaftlicher Geschäftsführer und
kaufmännischer Geschäftsführer) zum Gegenstand haben müssen, sondern
auch die der Vorsitzenden des Kuratoriums; insbesondere im Hinblick
auf ihr mögliches pflichtwidriges Zusammenwirken mit dem
kaufmännischen Geschäftsführer.

Der Revisionsprüfer wird in diesem Zusammenhang insbesondere zu
prüfen haben, warum sich eine toxische Führungskultur mit der damit
verbundenen beispiellosen Personalfluktuation im KHM-Museumsverband
etablieren konnte, warum der kaufmännische Geschäftsführer jahrelang
ein autonomes Machtgefüge mit der Beförderung ihm persönlich
nahestehender Personen aus sachfremden Motiven aufbauen konnte, warum
er einer Nebenbeschäftigung im Ausmaß von 10 Wochenstunden ohne
Genehmigung des Kuratoriums nachgehen konnte und warum die
Vorsitzende des Kuratoriums in der Sache „Veronika Sandbichler“ mit
der Untersuchung der Vorwürfe gegen die Geschäftsführung genau jene
Rechtsanwaltskanzlei beauftragt hat, die wenige Wochen zuvor im
Auftrag der Geschäftsführung gegen Veronika Sandbichler
eingeschritten ist.

Zum anderen ist vom externen Revisionsprüfer Neutralität,
Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit zu fordern. Der vom
Kuratorium beauftragte Revisionsprüfer Deloitte erfüllt diese
Kriterien nicht. Die Deloitte Unternehmensberatung ist seit vielen
Jahren als Berater im Auftrag des Kuratoriums und/oder der
Geschäftsführung des KHM-Museumsverbandes tätig.

Es wird also am Bundesminister für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien
und Sport liegen, selbst als „Eigentümervertreter“ einen neutralen
und unabhängigen Revisionsprüfer zu beauftragen, der keinerlei
frühere Verbindungen zum KHM-Museumsverband hat und die Einhaltung
der Compliance-Vorschriften nicht nur durch die Geschäftsführung,
sondern auch durch die Vorsitzende des Kuratoriums prüft.